Claas baut aus: Millionen-Investition in Drahtindustrie

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Geschäftsführer Bernd Falz auf der Baustelle.

Altena –Die Max W. Claas GmbH & Co. KG baut massiv aus: Zwei neue Werkhallen und ein Freilager  entstehen in der Rahmede. Und eine ganz spezielle Anlage, die es nur selten gibt.

Das Unternehmen Max W. Claas GmbH & Co. KG erweitert. An der Rahmedestraße 375 werden zurzeit zwei neue Werkhallen mit 2000 Quadratmetern und ein Freilager mit 1500 Quadratmetern Fläche gebaut. Zusätzlich entstehen auf dem Areal zwei Einsatzplätze für die Feuerwehr. „Das wird heute von den Behörden vorgeschrieben“, erläutert Geschäftsführer Bernd Falz. 

Einher geht mit der Investition, die der Geschäftsführende Gesellschafter nicht konkret benennt, aber „im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag“ ansetzt, die Optimierung von Fertigungsprozessen. 

Einzigartige Anlage für Seefrachtcontainer

Insbesondere die Versandlogistik nimmt die Firmenleitung in den Blick. „Wir werden die Möglichkeit der Beladung von Seefrachtcontainern schaffen. Die benötigen wir sowohl für die Abwicklung von Kundenaufträgen als auch für den Verkehr mit unseren Lieferanten.“ 

Eine ähnliche Anlage gibt es bisher nur im Tochterunternehmen Hermann Klincke J. H. Sohn GmbH & Co KG, das sich seit 1995 ebenfalls im Eigentum der Familie Falz befindet. Der Geschäftsführer schmunzelt beim Gang über die Baustelle, etwa über den „Mount Claas“ und meint damit den riesigen Berg von Boden- und Felsaushub, der sich bis 14 Meter hoch innerhalb der bereits gesetzten Hallen skelette auftürmt. 

„Sauerländer Baugrund“, sagt Falz und spielt damit auf den gewachsenen Felsen an, auf dem große Teile der bisherigen und der neuen Hallen stehen werden. Die Bearbeitung dieses Untergrundes für die neuen Firmenhallen sowie das Freilager sei nicht ganz einfach. 

„Irgendwann haben wir eine Art Teich freigelegt. Der war zwar komplett verschüttet, muss aber vor vielen Jahrzehnten für den Drahtzug genutzt worden sein“, mutmaßt der Firmenchef. „Der Schlamm, den wir ausgebaggert haben, ist mengenmäßig schon eine Hausnummer.“ 

Legosteine für die Hallenwände

Das Schmunzeln gilt auch den riesigen Betonsteinen, die großen Legosteinen ähneln und in den Hallenwänden verbaut werden. Die Unternehmen Claas und Klincke stehen für eine jahrhundertealte Drahttradition. Bereits 1738 wurde bei Claas Draht gezogen, 1837 begann die Fertigung bei Klincke. 

Einher mit dem Millioneninvest in der Rahmede geht die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Falz: „Wir stellen drei zusätzliche Mitarbeiter ein.“ Die Tiefbauarbeiten am neuen Firmenkomplex begannen am 14. Januar. Der Hochbau wurde am 24. Juni fertiggestellt. Mitte Juli soll das Dach eingedeckt sein. „Wenn wir wie geplant am 26. August die Bodenplatte für die Halle 7 und am 14. Oktober für die Halle 8 gießen, gehen wir davon aus, die Erweiterung noch in diesem Jahr abschließen zu können

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