Christliche Bücherstube wird 30 Jahre alt

Ulrike Schmale, Ursula Schmidt und Lilli Goseberg zeigen Neuerscheinungen im Angebot der Bücherstube. Viele der Angebote hat das Team der Christlichen Bücherstube selbst gelesen und kann entsprechende Empfehlungen geben.

ALTENA - Peter Hahne und die Billig-Bibel fallen Ulrike Schmale, Ursula Schmidt und Lilli Goseberg spontan ein, wenn sie nach den Bestsellern in der Christlichen Bücherstube gefragt werden. Seit 30 Jahren hält sich das Geschäft in der Lennestraße mit einer großen Auswahl christlicher Literatur.

Von Ina Hornemann

Ursula Schmidt hat vor 30 Jahren schon hinterm Tresen gestanden. In dem kleinen Ladenlokal gegenüber des Juweliergeschäfts Betzler, das bei Hochwasser gern auch mal geflutet wurde. „Die Probleme hatten wir nach dem Umzug in die mittlere Lennestraße nicht mehr“, erinnert sich Schmidt lachend.

In der ersten Stunde stand ihr Johanna Rump zur Seite hinterm Tresen. Alle Mitarbeiterinnen hatten sich hinter das Projekt gestellt und bei der Dillenburger Christlichen Verlagsgesellschaft mbH die Eröffnung der Bücherstube in Altena angeregt. Sie ist Träger aller 32 Läden, die es bundesweit gibt.

Heute arbeiten elf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen hinterm Tresen, immer tage- und stundenweise. Nur so kann sich die Bücherstube halten, weil sie keine Personalkosten hat. „Für den Montagnachmittag haben wir zur Zeit niemanden. Den würden wir aber gern wiederbeleben“, erklärt Ulrike Schmale, die mit Cornelia Schöning verantwortlich für den Betrieb ist.

Das Profil aller Mitarbeiter ist identisch: Christlich, bibelfest und geschickt im Umgang mit Menschen. Die Konfession spielt keine Rolle. In Altena war es Zufall, dass die Pionierinnen, die hinter dem Projekt standen, allesamt aus dem Kreis der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde stammten.

Verkauft wird, was die Dillenburger regelmäßig zuschicken. Darüber hinaus werden Bestellungen entgegen genommen. Gut gehen außerhalb des Literatursortiments auch CDs, DVDs, Geschenkartikel, Karten und Schmuck. Insbesondere im Frühjahr, wenn Kommunionen und Konfirmationen anstehen, brummt es. „Und natürlich vor Weihnachten, wenn die neuen Kalender rauskommen und Büchergeschenke gefragt sind“, erklärt Ulrike Schmale.

Viele der Angebote hat das Team der Christlichen Bücherstube selbst gelesen und kann entsprechende Empfehlungen geben. Zwei Mitarbeiterinnen bringen montags ausgewählte Literatur mit in den offenen Ganztag an der Mühlendorfer Grundschule. Die Kinder haben nicht nur Spaß daran gefunden, den Geschichten zu lauschen, sondern auch herausgefunden, dass in der Bücherstube eine Plätzchendose steht. „Deshalb bekommen wir jetzt verstärkt Besuch von Kindern, die uns Hallo sagen möchten und einen Keks mitnehmen wollen“, berichtet Ursula Schmidt lachend.

Die Keksdose in der kleinen Leseecke steht auch nach der Jubiläumsfeier am 3. November in der Burg Holtzbrinck offen: Zunächst wird an diesem Sonntag um 17 Uhr mit einem Konzert des Iserlohner Gospelchors „Reach out“ gefeiert, anschließend werden Imbis und Büchertisch eröffnet. Am Montag, 4. November, ist ganztätig geöffnet. Besucher dürfen in der Leseecke Platz nehmen zu einer Tasse Kaffee und zum Griff in die Keksdose. Außerdem gibt es zehn Prozent Rabatt auf Kalender und Nonbook-Artikel.

Grundsätzlich versteht sich jede Bücherstube übrigens als Missionsstation. Bleibt dem Dillenburger Träger nach Abschluss eines Geschäftsjahres ein Überschuss, wird der in missionarische Projekte investiert. In Altena ist der Auftrag damit erfüllt, dass die Leser impulsreiche Literatur mit auf den Weg bekommen. „Das finden wird gut!“ erklärt das Team.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare