Kirche mal ganz anders

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Pfarrer Uwe Krause lädt dazu ein, die Passionszeit anders als bisher gewohnt zu erleben.

Altena - Am Aschermittwoch (14. Februar) beginnt in den Kirchengemeinden die Passionszeit, die an den Leidensweg Christi erinnert. In vielen Kirchen finden aus diesem Anlass einmal wöchtlich Passionsandachten statt. Auch in Dahle und Evingsen versammelten sich in der Vergangenheit Christen zu diesem Anlass in den Gotteshäusern. In diesem Jahr ist das anders, da fahren sie (unter anderem) Bus.

„Unterwegs mit Leidenschaft“ heißt es in der Passion 2018. Es soll daran erinnert werden, dass „Jesus sich unter die Leute mischte und mit ihnen auf Wallfahrt ging“, erklärt Pfarrer Uwe Krause. Die Idee zu der Themenreihe entstand im letzten Herbst in einem Dahler Gemeindeforum. Die Gemeinde in Evingsen wollte sich sofort an der Aktion beteiligen.

Am kommenden Mittwochabend startet ein Fahrzeug der Firma Bösert um 19.30 Uhr zu einer besonderen Busfahrt. Sie führt über die Altenaer und Ihmerter Straße bis zum Höttel, unterwegs besteht an allen Haltestellen eine Zusteigemöglichkeit.

„Da wir heute üblicherweise nicht zu Fuß, sondern schneller unterwegs sind, kann man davon ausgehen: Jesus würde Bus und Bahn nutzen,“ meint Pfarrer Krause. Im Bus wird gesungen und gebetet, dann steht ein Bibeltext im Mittelpunkt. „Am Anfang der Passionszeit geht es darum, dass wir unseren eigen Weg gehen und nicht versuchen, den Weg Jesu nachzuempfinden. Sein Weg hat aber mit grundsätzlichen Lebenssituationen heute zu tun“, meint Krause.

Biblische Geschichten anders wahrnehmen

Fortgesetzt werden die Passionsandachten bis Ostern an jedem Mittwoch um 19.30 Uhr an anderen, mehr oder weniger öffentlichen Orten, an denen Bezüge zu anderen biblischen Themen hergestellt werden können. So geht es am 21. Februar in die Volksbank, wo es logischerweise um das Thema Geld geht. Zum Thema „Essen hält Leib und Seele zusammen“ treffen sich die Gemeinden am 28. Februar im Dorfladen. Weitere Stationen des Dahle/Evingser Passionsweges sind das Evingser Feuerwehrgerätehaus, das Quellenarchiv des Evingser Heimatvereins und schließlich am 21. März die Arztpraxis von Seidlitz, wo es „Zum Warten verdammt“ heißt.

Alle Orte hätten thematisch unmittelbar mit dem Thema, um das es an dem jeweiligen Abend geht, zu tun, erklärt Krause und hofft: „Die Abende an anderen öffentlichen Orten als in der Kirche werden uns die biblischen Geschichten anders wahrnehmen lassen“.

Liedblätter, Instrumente und Sitzhocker bringen Krause und sein Team mit. Die „Auszeiten im Alltag der Woche“ (Krause) sind für jedermann offen und werden jeweils 45 Minuten dauern.

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