Hunderte SGV-Mitglieder gedachten beim Kohlbergtreffen der Verstorbenen

Gemke: „Das Erinnern tut gut“

Manfred Küchler (l.) und Martin Stoltefuß legten den Kranz im Ehrenmal nieder. Die SGV-Abteilung Dahle kümmert sich seit Jahrzehnten um die Anlage und war gestern wieder ein guter Gastgeber für die Mitglieder der Abteilungen. Foto: Hornemann

Altena - „Erinnern tut gut!“ sagte Landrat Thomas Gemke am Sonntag, 12. Oktober, beim traditionellen Kohlbergtreffen am SGV-Ehrenmal. Hunderte Mitglieder waren dem Brauch gefolgt, am zweiten Sonntag im Oktober zu der Gedenkstätte zu wandern und in Gedanken bei den Verstorbenen der Weltkriege zu sein. Auch die Mitglieder, die im vergangenen Jahr heimgegangen waren, wurden nicht vergessen.

„Ihnen verdanken wir schließlich unsere kulturellen Wurzeln“, betonte Gemke. Er und Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser vertraten den SGV-Hauptvereinsvorsitzenden Dr. Andreas Hollstein, der sich entschuldigen ließ.

Was die zum Teil schon vor vielen Jahren verstorbenen SGV-Mitglieder mit ihrer Mitgliedschaft verband, empfinden ihre Erben und Nachfolger noch heute mit ihren Ortsvereinen: Freizeit, Geselligkeit, Ehrenamt und die Freude, anderen Menschen beim Erleben von Natur behilflich zu sein. „Sie müssen dafür neue Wege gehen“, brachte Christel Voßbeck-Kayser ein. Der Sauerländische Gebirgsverein passt sich aktuell dem veränderten Freizeitverhalten der beruflich und schulisch stark eingespannten Bevölkerung an und stellt sich der Herausforderung, der multimedialen Freizeit-Konkurrenz die Stirn zu bieten. „Sie tun das, indem sie Tradition im Stil der Gegenwart pflegen“, so Gemke. Basierend auf christlich-abendländischen Werten werde die Natur vom SGV als kostbares Gut gepflegt. „Sie und viele anderen Ehrenamtliche im Land leisten so Arbeit, die einen Gegenwert von 75 Milliarden Euro hat“, hatte Christel Voßbeck-Kayser mal ausgerechnet.

Darin eingerechnet ist das Kohlbergtreffen ein kleiner, aber sehr bedeutsamer Akt: Die SGV-Abteilung Dahle hatte in Zusammenarbeit mit dem CVJM-Posaunenchor, Ortsvorsteher Helmar Roder und dem Kohlberghaus eine würdevolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Der Kranzniederlegung folgte die Einladung in das ehemalige SGV-Heim, wo Team und Bewohner der Einrichtung die Wanderfreunde herzlich willkommen hießen. Mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen wurde das Wiedersehen mit alten Freunden gefeiert. Die, die nicht mehr dabei sein können, leben im Herzen weiter.

von Ina Hornemann

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