Chor-Projekt vereint Menschen in Musik

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Maike Lehmkuhl bringt Dörfer, Chöre und Gemeinden zusammen beim Projekt „Zwei DörferEine Welt“. -

ALTENA - Der Sopran hat einen Platz und der Tenor auch. Und da sind Gäste, die noch gar nicht wissen, wohin sie eigentlich gehören. Die setzen sich hin und sind ganz erstaunt, welch schöne Töne ihnen Maike Lehmkuhl in so kurzer Zeit zu entlocken weiß.

Das Projekt „Zwei Dörfer - eine Welt“ vereint Menschen in Musik. Mit dem Singen verhält es sich wie beim Sport: Maike Lehmkuhl lädt zum Aufwärmtraining. Sie lässt die 40 Teilnehmer aus Dahle und Evingsen ihre Kieferknochen ertasten. Am Ohr entsteht ein kleines Loch, wenn das Gelenk den Mund öffnet und schließt.

A- und O-Töne erklingen, die Teilnehmer rutschen ein Stück auf ihren Stühlen nach vorn, machen sich klein, lassen sich fallen und erlernen in Windeseile aktives Sitzen. „Singen aus der Null-Position heraus funktioniert nicht“, erläutert Maike Lehmkuhl den Sinn dieser Lockerungsübungen. Das Gähnen und Stöhnen der 40 Frauen und Männer im evangelischen Gemeindehaus Evingsen ist kein Zeichen der Missachtung ihrer Chorleiterin, sondern diszipliniertes Befolgen ihrer Anweisungen. Schließlich heißt es „aufstehen!“ – und diese bunte Gruppe aus chorerfahrenen Bürgern und Menschen, die noch nie in Gemeinschaft gesungen haben, erhebt sich zu ihrem ersten Lied.

Maike Lehmkuhl hat „All praise to thee, my God“ von Thomas Tallis ausgesucht. Ein alter Kanon aus dem 16. Jahrhundert. „Der besticht in jedem Kirchenraum“, verspricht sie. Da wird er auch ertönen am Sonntag, 23. Februar, wenn das temporäre Singprojekt seinen krönenden Abschluss findet bei einem musikalischen Familiengottesdienst in der katholischen Kirche St. Theresia in Evingsen.

Auch 15 Kinder aus den ehemaligen Chören der Gemeinschaftsgrundschule Dahle-Evingsen machen in dem Jugend-Projektchor „Five up“ von „Zwei Dörfer - eine Welt“ mit.

Eingeübt werden Stücke von allen Kontinenten. Reguläre Proben finden am 6., 13. und 20. Februar statt. Zur Generalprobe finden sich Jugendliche und Erwachsene am Freitag, 21. Februar, um 17 Uhr in der Kirche ein.

Maike Lehmkuhl selbst lässt sich in der Programmplanung vom Probenfortschritt überraschen. „Es sieht aber schon sehr gut aus!“ - von Ina Hornemann

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