Chaos auf der B 236 in Altena

Die Verlagerung der Baustelle in den Bereich Fritz-Berg-Brücke sorgt für Probleme.

ALTENA ▪ Wochenlang ging alles gut — aber Dienstagmorgen kam er dann, der baustellenbedingte Verkehrskollaps auf der B 236. Die Staus waren so heftig, dass die Polizei über Radio MK dazu aufrief, Altena weiträumig zu umfahren. Außerdem versuchten die Beamten gut eine Stunde lang, das Chaos zu entwirren.

„Das war schon heftig“, beobachtete auch Rainer Hoffmann – er ist im Ordnungsamt für Verkehrsangelegenheiten zuständig und war auf dem Weg zur Arbeit selbst betroffen. „Die Leute sind in der Tankstelle Kaffee trinken gegangen, weil nichts mehr ging“, beobachtete er.

Auslöser der angespannten Situation war die Einrichtung einer neuen Baustelle vor dem Bahnhof. Weil sie zwei „Zweige“ hat (nämlich die Auffahrt Fritz-Berg-Brücke und die Gerichtsstraße) ist hier eine längere „Räumphase“ erforderlich – sprich: Die Baustellenampel bleibt länger rot.

Das führte schnell dazu, dass sich der Verkehr bis in die nächste Baustelle zurück staute und sich schließlich in beiden einspurigen Bereichen Autos gegenüber standen. Damit war dann der Punkt erreicht, an dem gar nichts mehr ging. Verspätungen von bis zu 45 Minuten notierten die Busfahrer der MVG, einige Fahrten der Linien 32 und 34 fielen sogar ganz aus.

Nachdem die Polizei den Stau aufgelöst hatte, lief tagsüber alles reibungslos – das Problem seien die Spitzenzeiten, erklärte Hoffmann später. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Vertreter von Polizei, Ordnungsamt und Straßen NRW bereits vor Ort getroffen und Maßnahmen gegen den Verkehrinfarkt diskutiert. Seit Dies tagnachmittag wird nun versucht, durch das Abschalten der Ampel in Höhe Aldi für Entlastung zu sorgen. Diese Baustelle soll künftig zwischen 15 Uhr und 8.30 Uhr in beiden Fahrtrichtungen passierbar sein. Klappe das nicht, müsse man darüber nachdenken, eine Baustelle stillzulegen, kündigte Hoffmann eine harte Gangart an. ▪ ben.-

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