Dahle wartet weiter auf Straßensanierung

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Für den Erhalt von Landesstraßen – hier die L 698 – stehen rund 127 Millionen Euro im Landeshaushalt. Dass auch diese Summe wohl nicht ausreichend ist, darauf machten am Montagnachmittag Vertreter der CDU in Dahle aufmerksam.

Altena - Er fühlte sich „ganz wie Zuhause“. Klaus Voussem, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, hat am Montagnachmittag gemeinsam mit dem Abgeordneten Thorsten Schick Dahle besucht.

Dabei hat er Straßen kennengelernt, die dringend eine grundlegende Sanierung brauchen. So wie die Landesstraße 698, die auch durch Dahle führt und ihre besten Tage längst hinter sich hat. Ein Teilstück zwischen der Dahler Ortslage und Neuenrade ist zwar 2014 saniert worden, aber ab dem Dahler Ortskern in Richtung Altena liegt vieles im Argen. Die Schlaglöcher sind tief, davon hat sich Voussem unfreiwillig überzeugen können. Die Planung von Straßen.NRW hat dagegen nicht überzeugen können.

Vollsperrung könnte Existenzen bedrohen

So hatte die Niederlassung des einstigen Straßenbauamtes in Hagen zunächst vorgesehen, zumindest ein Teilstück der Landesstraße zwischen dem Giershagener Weg und der Westiger Straße zu sanieren – auf einer Länge von 800 Metern und unter Vollsperrung. Dass diese Planung allen Bedürfnissen in der Burgstadt widerspricht und für anliegende Betriebe wie die Firma Nedschroef gar existenzgefährdend sein könnte, darauf haben der Landtagsabgeordnete Thorsten Schick, Ortsvorsteher Helmar Roder, der Fraktionsvorsitzende im Rat, Uwe Scholz, und die Stadtverbandsvorsitzende Christel Voßbeck-Kayser gemeinsam mit Klaus Voussem aufmerksam gemacht.

Das Aufteilen in mehrere verschiedene Abschnitte sei auch nicht immer sinnvoll, so die Politiker. Jede Ausschreibung und Baustelleneinrichtung führe zu zusätzlichen Kosten. Vor diesem Hintergrund sollten lieber längere Streckenabschnitte in Angriff genommen werden, so Schick, auch wenn die Investitionen dann höher ausfielen.

Alternativer Weg für Dahle

Dank einer Planungsvereinbarung mit der Stadt kann nun für Dahle ein alternativer Weg beschritten werden. Konkret geht es dabei um die Ortsdurchfahrt zwischen der neu fertiggestellten Anfahrt zur Kohlberghöhe – und weiter nach Neuenrade – und der Kreuzung Kämpenstraße/Mühlenstraße sowie um den Bereich zwischen den Firmen Nedschroef und Finkernagel im Nettetal. Es gebe Zusagen, dass Mittel vorhanden seien, so Stadtplaner Roland Balkenhol. Für Straßen.NRW steht unterdessen zunächst eine Maßnahme in Evingsen auf dem Plan, auch hier handelt es sich um die Ortsdurchfahrt. Danach werde man sich Dahle zuwenden, sagte Projektleiter Michael Neumann dem Altenaer Kreisblatt.

Dahles Ortsvorsteher Helmar Roder machte beim Ortstermin darauf aufmerksam, dass man sich im Dorf mitunter wie „das fünfte Rad am Wagen“ vorkomme: Auf die Straßenerneuerung warte man seit langem, ebenso auf den Internet-Breitbandausbau. Stattdessen bekomme man aber womöglich ungeliebte Windräder.

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