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CDU-Ratsherr legt Mandat nieder

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Von: Thomas Bender

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Nicht einverstanden mit dem Wirken von Fraktionsspitze und Bürgermeister: Thorsten Müller legt seine Ämter in der CDU-Fraktion nieder, bleibt aber deren Mitglied und Ratsherr.
Nicht einverstanden mit dem Wirken von Fraktionsspitze und Bürgermeister: Thorsten Müller legt seine Ämter nieder. © Bjoern Braun

Thorsten Müller kehrt der Kommunalpolitik den Rücken: Nachdem es interne Meinungsverschiedenheiten bei der CDU gab, gibt der Ratsherr sein Mandat ab - mit sofortiger Wirkung.

Altena – Das CDU-Ratsmitglied Thorsten Müller hat mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. „Das politische Engagement auf kommunaler Ebene ist sehr zeitintensiv. Wenn man dann einerseits oft Ärger empfindet und andererseits merkt, dass andere sich über einen ärgern, dann muss man halt die Konsequenzen ziehen“, sagte er auf Anfrage.

Es gebe in der CDU-Fraktion Meinungsverschiedenheiten darüber, wie die Kommunalpolitik mit einer Verwaltung umgeht und welche Aufgaben ein Rat hat.

Müller: „Es muss stimmen, und das tat es eben nicht“

Es war schon länger spürbar, dass Müller mit seiner oft forschen und fordernden Art bei Teilen der CDU-Fraktion nicht gut ankam. Zuletzt legte er deshalb das Amt des CDU-Sprechers im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr nieder. Jetzt folgt der komplette Rückzug aus der Altenaer Kommunalpolitik. „Es muss stimmen, und das tat es eben nicht“, sagte er.

Müller lebt erst seit 2017 in Altena und war bis 2019 in der Stadt kaum bekannt. Dann trat er als Kandidat für den Stimmbezirk 5 (Innenstadt) an und gestaltete den Wahlkampf der Union maßgeblich mit. Zudem setzte er sich dafür ein, dass sich die Situation am Behördenparkhaus verbessert.

Reichlich politische Erfahrung

Müller brachte reichlich politische Erfahrung mit. Er war Vorsitzender eines Düsseldorfer CDU-Ortsvereins und Leiter des NRW-Landesbüros der Konrad-Adenauer Stiftung. Zurzeit hat er eine Professur an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Hagen, wo er angehende Polizisten in den Fächern Politikwissenschaft und Soziologie unterrichtet.

„Ich bedauere das Thorsten unser Team verlässt, verstehe und respektiere aber auch seinen Schritt“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Helmar Roder und dankte Müller für sein bisheriges Engagement. „In solchen Situationen, die immer mal aus den unterschiedlichsten Situationen heraus passieren können, ist es gut, dass wir ein großes Team sind und dass wir Huckepack-Kandidaten definiert haben, die auch im Wahlkampf bereits aktiv mitgemacht haben“, heißt es in einer Erklärung des CDU-Vorsitzenden.

Rat: Michelle Hücking übernimmt

Direkte Stellvetreterin Müllers ist Michelle Hücking. Sie sei über die Entwicklung überrascht gewesen, habe sich aber sofort bereit erklärt, das Amt anzunehmen. „Auch ihr liegt die Innenstadt, speziell die Belebung der Innenstadt, der Burgaufzug und die Gestaltung des Lenneparks am Herzen, und sie freut sich auf das neue Aufgabengebiet im CDU Team“, teil der CDU-Fraktionsvorsitzende mit.

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