Rückenwind aus Berlin für Altena

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Uwe Scholz, CDU-Fraktionschef aus Altena (3.v.l.) im Gespräch mit Thorsten Schick, MdL, Olive Wittke MdB und Eckhard Uhlenberg, Mdl (v.l.) auf dem Altenaer Bahnhof.

ALTENA -  Uwe Scholz, Fraktionschef der CDU im Rat, hörte es gern: „Altena hat sich nicht hängen lassen“, sagte am Dienstag, 4.März, sein Parteifreund Oliver Wittke am Bahnhof der Stadt. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion bereiste mit weiteren südwestfälischen Parlamentskollegen aus Land- und Bundestag, darunter Eckhard Uhlenberg und Thorsten Schick, die Region.

Einen Tag lang nahm sich die Gruppe Zeit, Projekte unter die Lupe zu nehmen, die noch ein wenig Rückenwind aus Düsseldorf und ganz besonders Berlin benötigen.

Wittke: „Ich bin irgendwie ein Fan von Altena und bereits das vierte Mal vor Ort.“ Er sehe mit seiner Geburtsstadt Gelsenkirchen große Parallelen. Aber anders als dort, gäbe es hier einen Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. „Der hat Ideen. Der lässt nicht locker. Der will was für seine Stadt bewegen.“ Der ehemalige NRW-Verkehrsminister hatte einst maßgeblich Projekte der Regionale für Altena (Lenneuferstraße, Eventaufzug, Stadtumbau) befürwortet. Gestern hörte er viele kritische Stimmen in Sachen Bahnhofsentwicklung. Trotz Altenaer Vorleistungen in Sachen Lennepark tritt das Projekt wegen der Deutschen Bahn auf der Stelle. Kritik gab es nicht nur aus dem Mund der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser, sondern auch von Roland Balkenhol. Der machte als Stadtplaner deutlich, wie lange die Stadt schon von der Deutschen Bahn in Sachen Bahnhofsentwicklung hingehalten wird. Weit ging er zurück – bereits 2011 hatte es das verbindliche Termin-Versprechen gegeben, das Bahnhofsumfeld zu verbessern. Jetzt steht die Jahreszahl 2015. Und das im Mammutunternehmen Deutsche Bahn offenbar die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut, machte er auch an einem drastischen Beispiel deutlich: Die Erneuerung der Oberleitungen auf der Ruhr-Sieg-Strecke sei angelaufen. Altena habe dafür sogar Mittel aus dem Stadtumbau West bereits auf dem Konto. „Nur schreibt uns die Bahn keine Rechnung.“

Wittke: „Wir begehen bald den 25. Jahrestag des Mauerfalls. Aber, so wie der Altenaer Bahnhof aussieht, gibt es in der ehemaligen DDR wohl keinen einzigen Bahnhof mehr“. „Gemeinsam“, sagte er in Richtung Christel Voßbeck-Kayser, „werden wir deshalb für Altena in Berlin Druck machen.“

Den wünschte sich Fraktionschef Uwe Scholz auch in Sachen Bereitstellung von Fördermitteln für den Lenne-Radweg. „Dann legen wir sofort los. Die Pläne sind fertig. Doch wir warten und warten.“

von Johannes Bonnekoh

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