Catering-Bereich mit Edelstahl-Küche ausgestattet / Hall in der Tenne ist ein Thema

Burg Holtzbrinck vor Vollendung

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Aus Edelstahl besteht die neue Küche im Catering-Bereich.

Altena – Mit der Montage der Küche im neuen Catering-Bereich der Burg Holtzbrinck ist jetzt das Finale zur Komplettsanierung der Kultur- und Veranstaltungsstätte eingeläutet worden. Alles ist in Edelstahl gehalten und dürfte damit auch hoher Beanspruchung standhalten. „Die Küche ist das letzte große Vorhaben im Gesamtpaket“, beschreibt Stadtplaner Roland Balkenhol, unter dessen Fittichen die Arbeiten vorwiegend gestaltet wurden, den Status des Modernisierungsprojektes.

 Jetzt gehe es lediglich noch um Restarbeiten. Von den ersten Veranstaltungsbesuchern, etwa bei Weltklassik am Klavier, gab es ein Lob für den Buffetraum und die Theke der Tenne, aber auch Kritik an der Möblierung mit Tischen und Stühlen. Diese seien doch recht schlicht, hieß es. Roland Balkenhol erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass eine gewisse Rustikalität hier durchaus erwünscht war. „Es heißt ja nicht umsonst Tenne.“

Die barrierefreie und energetische Modernisierung der Burg Holtzbrinck war bereits zum Weihnachtsmarkt weitgehend abgeschlossen. Zwei Jahre lang wurde an dem zentral gelegenen Gebäude, das für zahlreiche Veranstaltungen genutzt wird, gearbeitet. Mehr als 1,3 Millionen Euro sind in die historische Bürgerburg geflossen. Vieles davon sieht man nicht, denn der Barockbau steht unter Denkmalschutz. Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung bezuschusst die Maßnahme zu immerhin 80 Prozent. Das stadtbildprägende Gebäude ist insgesamt attraktiver geworden und ein echtes Schmuckstück.

Es gibt die neue Tenne, neue Sanitäranlagen, einen Catering-Bereich, Doppelfenster, aufgearbeitete Decken, neue Lichtinstallationen, Beamer und Bildschirme unter Decken und an Wänden und neben dem schön aufgearbeiteten antiken Treppenhaus auch einen Aufzug und eine behindertengerechte Rampe zur Parkseite hin. Auch der von der Witterung angegriffene Torbogen zur Kirchstraße ist saniert worden.

Wenn es um die Tenne geht, kommt aber auch der gute Ton ins Spiel. An dem mangelt es. „Es gibt viel Hall“, bestätigt Kulturring-Geschäftsführer Wolfgang Noack. „Das Echo kommt von allen Seiten.“ Damit sei man nicht zufrieden. „Wir arbeiten daran“, versichert Noack. Vorhänge, wie sie jetzt angebracht worden sind, könnten in die richtige Richtung weisen. „Aber die Lösung muss auch da rein passen.“ Weiter gewartet wird derweil auf die Benutzungs- und Gebührenordnung.

Schon 2012 war festgelegt worden, dass die Nutzung der Bürgerburg künftig Geld kosten würde. Damals wurden die Gebühren für Sportplätze und Turnhallen eingeführt. Wenn Sportvereine zahlen müssten, dann auch die Vereine, die kommunale Einrichtungen wie die Burg nutzen, hieß es damals. Aber: Allen Vereinen, die bisher die Burg Holtzbrinck nutzten oder dort 2020 Veranstaltungen organisieren wollen, fehlt Planungssicherheit. Jetzt soll sie aber kommen, die neue Benutzungs- und Gebührenordnung. Tanja Jäker, bei der Stadtverwaltung zuständig für Gebäudemanagement und zentrale Dienste, möchte einen Entwurf der Gebühren- und Benutzungsordnung zum Sommer vorlegen. Vorher sollen keine Entgelte erhoben werden. Klar scheint bisher, dass die Bürgerburg auch zukünftig tagsüber geöffnet sein wird und dass es zumindest an Markttagen eine Bewirtung geben soll.

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