Carolin Hüppes Weltreise: Eindrücke aus New York

+
Carolin Hüppe zeigt AK-Zeitungsente Paula die Freiheitsstatue. –

NEW YORK – Größer, höher, schöner – New York ist wirklich eine Stadt der Superlative. Exakt so, wie man sie sich vorstellt: hektisch, laut und grau, aber dafür unglaublich faszinierend. Skyscraper um Skyscraper schiesst in Manhattan aus dem Boden und ist nicht nur quicklebendig, sondern vor allem eins: gigantisch. Von Carolin Hüppe

Eingekesselt zwischen den höchsten Gebäuden der Stadt kommt man sich unheimlich klein vor. So haben wir ein paar Tage gebraucht, um uns an das Leben in New York zu gewohnen. Gleich der erste Abend hielt den ersten Kulturschock bereit. Unser Hostel steht in Harlem – einem Viertel in dem viele verschiedene Nationalitäten zusammenleben. So erwartete uns eine Kulisse, wie man sie aus amerikanischen Filmen kennt: Brownstone (Sandstein-Reihenhaus) an Brownstone, laute Hip-Hop Musik, Hot-Dog-Stände und ein buntes Straßenleben.

Zwar ohne Jet-Lag, dafür aber von den enormen Ausmaßen New Yorks überwältigt, haben wir die letzten Tage genutzt, um die Stadt, die niemals schläft, für uns zu entdecken. Die erste Woche verging dabei wie im Flug. Wochentage scheinen hier keine Bedeutung zu haben und die Stunden vergehen wie Sekunden. Denn in New York ist einfach immer etwas los.

Die Stadt ist stets in Bewegung und wir sind mittendrin. Jeden Tag strömen Zehntausende durch die Straßen und Avenues. Viele von ihnen sind Touristen, so wie wir, bestens zu erkennen an den Regenjacken und dem steifen Nacken, vom vielen in den Himmel schauen. Mittlerweile fallen wir allerdings nicht mehr ganz so auf.

Dass New York keine gewöhnliche Stadt ist, konnten wir in der letzten Woche am eigenen Leib erfahren. Hier scheint prinzipiell alles möglich zu sein. So kamen wir in den Genuss einer für New Yorker Verhältnisse anscheinenend normalen Promotion-Aktion am Times Square, bei der auf einmal James Cameron und die Black Eyed Peas vor uns standen. Der Times Square hat es uns besonders angetan. Er ist vor allem abends ein Erlebnis. Es fasziniert uns jeden Tag aufs Neue, wenn man vor lauter Neonreklamen und Werbetafeln nicht mehr weiss wo einem der Kopf steht. Fantastisch!

Mitten am Broadway haben wir uns diese Woche einen großen Wunsch erfüllt und ein richtiges Musical besucht. Eine nette Abwechslungs zum Sightseeing-Marathon am Tag. Sehr beeindruckend – oder „amazing“, wie der New Yorker sagt –, waren bisher der Besuch von Freiheitsstatue und Ellis Island. Der Moment, in dem sich die Statue of Liberty vor der Skyline New Yorks erhebt, ist einfach unbeschreiblich. Auch wenn die Lücke, die der Fall der Twin Towers hinterlassen hat, nicht zu übersehen ist.

Um einen einmaligen Blick über den Big Apple zu bekommen, stand natürlich auch der Besuch des Empire State Bulidings auf unserer langen To-Do-Liste. Leider hatte sich genau, als wir im 86. Stock angekommen waren eine Riesenwolke um das Empire State geschoben, so dass wir bis auf eine weiße Wand nichts gesehen haben. Wieder gut gemacht hat diesen Reinfall allerdings der Besuch des Museums of Modern Art mit seiner umfassenden und schönen Kunstsammlung. Auch das Metropolitan Museum of Art und das Natural History Museum waren ihren Besuch wert. Letzteres war übrigens Schauplatz des Films „Nachts im Musuem“ und vor diesem Hintergrund besonders interessant zu sehen.

Überhaupt hat man in New York das Gefühl, sich in einer einzigen Filmkulisse zu bewegen. Immer wieder stößt man beim Bummel durch die Stadt auf Cafés, Bars, Restaurants oder ganze Straßenzüge, die einem aus Hollywoodfilmen bekannt sind. Zu einem unserer Lieblingsplätze hat sich die „grüne Lunge“ Manhattans entwickelt. Leider war sie auf Grund des Wetters noch nicht ganz so grün, bot dafür aber ein Fleckchen Ruhe und Entspannung in einer sonst allzu hektischen Stadt.

Für den sauerländer Gaumen gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Essgewohnheiten. Süß, klebrig, fettig – was anderes scheint es hier kaum zu geben. So gibt es im Hostel zum Frühstück jeden Morgen Muffins, die so groß sind wie unsere Fäuste. Gestern ist die New-York-Tour zu Ende gegangen und es stand ein Wochenendausflug nach Washington D.C. an. Mal sehen, was dort auf uns wartet...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare