Caritas veröffentlicht Tätigkeitsbericht

Der Mensch im Mittelpunkt - einer der Caritas-Schwerpunkt-Themen im Jahr. Christel Voßbeck-Kayser (r.) informierte sich.

Altena - Der Caritasverband für das Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid hat seinen Tätigkeitsbericht für die vergangenen zwei Jahre veröffentlicht. Fazit des Verbandes: „Wir haben viel bewegt!“

Ob das neue Projekt „youngcaritas“, Bundesfreiwilligendienst oder die 72-Stunden-Aktion: „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren wieder viel für die Menschen bewirken können“, ist Caritasdirektor Hans-Werner Wolff sicher. Informationen über Dienste und Einrichtungen, Interviews mit Mitarbeitenden: Die Broschüre beschreibt, was Caritas tut - und warum.

Ob Beratung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, ambulante Pflege oder Hilfen für Menschen im Alter: „Das alles könnten wir ohne Kirchensteuern nicht“, so Wolff. Auch vor dem Hintergrund von Debatten um Verschwendung von Geldern in der Kirche, weist der Bericht für einige Bereiche aus, woher das Geld stammt. „Beratungsstellen und Dienste, die allen, unabhängig von Nationalität oder religiöser Zugehörigkeit, zur Verfügung stehen, können nur aufrechterhalten werden, da wir Kirchensteuermittel erhalten. Bei aller Diskussion um diese Steuer sollte auch bedacht werden, dass wir alle Dienste einstellen müssten, die nicht zu 100 Prozent durch Kommunen oder Land finanziert werden“, so Wolff.

Im Rahmen der Kommunalwahlen sei Caritas gezielt mit Politikerinnen ins Gespräch gekommen, um auf die Situation in Altenheimen („Mehr Zeit für Pflege“), Beratungsstellen (stagnierende oder sinkende Zuschüsse) oder dem Engagement für Langzeitarbeitslose aufmerksam zu machen. Wolff: „In allen Gesprächen erfahren wir viel Lob und Dank für unsere Arbeit. Aber wenig konkrete Unterstützung aufgrund der Haushaltslagen.“ Hier müsse ein Umdenken erfolgen: „Der Wert unserer Arbeit muss sich auch in entsprechenden Zuweisungen er Kommunen und des Landes niederschlagen“, fordert Wolff.

Erfreut zeigt sich dieser über einen neuen Dienst: Das ambulant betreute Wohnen für Menschen in besonderen sozialen Notsituationen. „Wir konnten unsere Engagements für wohnungslose Menschen erweitern, die seit 25 Jahren im Lüdenscheider Tagesaufenthalt Hilfe und Beratung finden.“ Unerwartet war die mediale Aufmerksamkeit für die 1-Euro-Wertmarken für Bettler. „Dass in Österreich vom Projekt der deutschen Stadt Lüdenscheid geschrieben wurde, konnten wir nicht glauben“, freut sich Wolff. Und der Ausblick? „Gespannt sind wir auf die Ergebnisse unserer Jugendabteilung: Am 1. Juli haben wir das Projekt youngcaritas gestartet. Wird es uns gelingen junge Menschen, für ein Soziales Engagement zu begeistern und wenn ja: mit welcher Perspektive?“

Die Broschüre ist bei allen Einrichtungen der Caritas verfügbar aber auch online unter www.caritas-altena.de/bericht und unter 02352/9193-0 oder info(o)caritas-altena.de bestellbar

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