Vom Umgang mit der Zeit

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Auch dieses junge Paar war Gast beim Candlelight-Dinner der Freien Gemeinde Evingsen. ▪

ALTENA ▪ Wir sind eine der fortschrittlichsten Kulturen, bemängeln aber zu wenig Freiräume. Wir sind eine Freizeitgesellschaft, in der sich aber viele als „gestresst“ bezeichnen.

Zu einem besonderen Abendessen und einen Vortrag zum Thema „Vom Umgang mit der Zeit“ hatte die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Evingsen am Freitag eingeladen.

Im neuen Domizil am Ebberg fand das „Candle-Light-Dinner für Paare“ statt, organisiert von Steffi Kirchner und vielen Helfern aus der Gemeinde, die für ein reichhaltiges Büfett und eine stilvolle Tischdekoration gesorgt hatten. Junge Menschen der Gemeinde servierten Getränke und musizierten für die Gäste.

Zu Gast waren Doris und Wilfried Schulte von „Neues Leben“, die mit ihrem Vortrag aufzeigen wollten, wie sich das „Non-Stop-Leben“ auswirken kann und wie man aus dieser Spirale entkommen kann.

„Für jeden von uns hat der Tag 24 Stunden, nichts auf der Erde ist so gerecht verteilt“, machte die Referention deutlich. Doch wie gehen wir mit unserer Zeit um? Das Ehepaar, das unter anderem auch in Afrika gelebt hat, machte den Unterschied zwischen den Kulturen deutlich: „Wir haben Uhren, aber niemals Zeit. Die Afrikaner haben keine Uhren, aber immer Zeit.“ Doris Schulte verglich das hiesige „Zeitmangemant“ mit einem Reisekoffer. Immer mehr wird hinein gepackt, bis er aufplatzt.

Nachdem Wilfried Schulte erklärte, wie man in der eigenen Partnerschaft Anzeichen für „Zeitdefizite“ ausmachen kann, gab er den Gästen zwölf Tipps gegen den Streß mit auf den Weg. Dazu gehöre, auch mal „Nein“ zu sagen, Aktivitäten zu begrenzen, Perfektionismus abzubauen und sich selber Freiräume zu schaffen.

„Teilen Sie ihre Zeit nach den Ampelfarben ein. Grün für Dinge, die Sie gerne machen, gelb für weniger beliebte Tätigkeiten und rot für die ganz besonders stressigen Aufgaben. Achten Sie daraufdass genügend „Grün“ in Ihrem Leben ist. Überwiegt das „Rot“, dann droht ein Zusammenbruch“, warnte er die Zuhörer. Mit einem Eis versüssten die Veranstalter das Ende des Abends, der von vielen Gästen noch mit guten Gesprächen an den Tischen und in Kleingruppen ausgedehnt wurde. ▪ Von Silvia Sauser

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