Schulausschuss einmütig: Zu wenig Kinder / Alle sollen aber eine Buskarte erhalten

Keine neue erste Klasse in Altena-Evingsen

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CDU-Schulexperte Uwe Kober (4.v.l.) wehrte sich im Ausschuss: „Wir haben die Evingser-Eltern informationstechnisch nicht übergangen. Erst tagt dieses Gremium, dann der Rat.“

Altena - In Evingsen werden im neuen Schuljahr keine I-Dötzchen mehr eingeschult. Das empfahl am Mittwoch, 4. Februar, der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur einstimmig bei vier Enthaltungen dem Rat der Stadt.

Das Gremium folgte damit einem Verwaltungsvorschlag auf Basis der neuen Kinder-Anmeldezahlen in der Stadt. Danach hatten nur neun Eltern ihre Kinder in Evingsen angemeldet, stadtweit waren es insgesamt nur 102 Mädchen und Jungen gewesen. Zu wenig, um die neuen Kommunalen Klassenrichtzahlen (KKR) vom Land umzusetzen, die Gesetzescharakter haben.

Schulrätin Sabine Stahl erläuterte deshalb noch einmal die Vorschriften. Sie sagte auch, dass es sehr wohl Überlegungen gegeben habe, vielleicht Eltern zu bitten, ihre Anmeldungen an anderen Standorten noch einmal zu überdenken. Das habe man aber letzten Endes verworfen. Denn eines dürfe man nicht vergessen: Die Schülerzahlen seien auch gesetzliche Richtschnur für die Zuweisung von Lehrerstellen.

Beruhigend indessen für Evingsen: Es bleibt beim bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Fahrplan in Sachen Auslaufen des Schulstandortes. „Daran wird nicht gerüttelt“, sagte Stefan Kemper als Vertreter des Bürgermeisters. Er stellte in Aussicht, dass von den neun Kindern, die nun von Evingsen auf die Grundschule Altena (3) und Dahle (6) verteilt werden, ein Großteil der Lernanfänger eine Busfahrkarte erhalte. Bisher war das für vier Mädchen und Jungen sowieso kein Thema, weil sie die entsprechende Entfernung zur Schule nachweisen können. Strittig war das in zwei Fällen. Der Schulweg dieser Kinder sei aber so ausgelegt, dass es aus Sicherheitsgründen geboten scheine, auch ihnen MVG-Buskarten zur Verfügung zu stellen.

CDU-Schulexperte Uwe Kober wies Kritik aus den Reihen der SPD zurück, die betroffenen Eltern hätten ihre Informationen im Vorfeld der Sitzung nur aus der Zeitung erhalten und seien nicht angesprochen worden. „Erst tagt dieser Ausschuss, dann der Rat. Vorher steht noch nichts fest.“ Stefan Kemper ergänzte: „Die Vorlagen mit den Beschlussvorschlägen der Verwaltung sind zudem öffentlich zugänglich.“

von Johannes Bonnekoh

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