Körperverletzung und Beleidigung ziehen Schmerzensgeld nach sich

ALTENA ▪ Das „Burgsaufen“ im Juni dürfte bei mindestens einem Teilnehmer für einen besonders lang anhaltenden Kater gesorgt haben. Und teuer wurde es auch. Ein junger Mann, Jahrgang 1986, musste sich nämlich am Donnerstag wegen Körperverletzung und Beleidigung vor dem Amtsrichter verantworten.

Am 20. Juni war es bei der Veranstaltung des Abiturjahrgangs zu einer sehr handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf einem Teilnehmer durch einen Kopfstoß eine Nasenbeinprellung zugefügt wurde, ein anderer erhielt von dem Angeklagten einen Faustschlag aufs Auge. Außerdem wurde eine der Teilnehmerinnen massiv beleidigt. Der Angeklagte räumte gestern alle drei Delikte ein und versprach, jedem der drei Geschädigten ein Schmerzensgeld zu zahlen. Dessen Höhe soll sich auf einmal 100 Euro sowie zwei Mal 500 Euro belaufen. Daraufhin entschied Richter Dirk Reckschmidt, das Verfahren gegen den Angeklagten - eben gegen die Zahlung des Schmerzensgeldes - nach Paragraph 153 vorläufig einzustellen. In seinem Schlusswort sagte der junge Mann, dass ihm die Vorfälle von jenem Junitag leid täten. „Ich hatte damals einfach zu viel getrunken.“ „Ausgerastet“ sei er dann, weil ein Becher Bier über ihm ausgeschüttet worden sei. Der Richter zeigte sich von der Glaubwürdigkeit des Angeklagten hinsichtlich dessen Zahlungsversprechens überzeugt. „Er wird zahlen, das glaube ich“. Der Vorsitzende händigte dem Angeklagten einen Bogen Papier aus, auf dem er sich noch im Saal die Kontonummern der Geschädigten notierte. ▪ tk

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