Burgrock wird es in bisheriger Form nicht mehr geben

Burgrock lockte einst die Massen auf die Wulfsegge.

ALTENA ▪ Das Projekt Burgrock wird es in der bisherigen Form nicht mehr geben. Der Märkische Kreis als Ausrichter des Events verzeichnete seit dem Jahr 2007 einen massiven Publikumseinbruch. Zwar wurde bei der Verpflichtung des Headliners in den letzten Jahren deshalb bewusst gespart, doch schlugen auch die neuen Sicherheits-Auflagen im Nachgang zur Love-Parade-Tragödie noch einmal negativ zu Buche.

Wenn die Politiker des Kreis-Kulturausschusses jetzt am Dienstag, 22. November, 17 Uhr, im Ständesaal des Kreishauses zusammentreten, können sie aber schon die Weichen für ein Nachfolgeprojekt stellen. Denn mit der Einstellung des Burgrock soll nicht auch die besondere Jugend- und Musikförderung in dieser Sparte eingestellt werden.

Die Kreisverwaltung schlägt vor, beim Land den Topf „Regionale Kulturförderung Pop- und Rockmusik“ anzuzapfen. Es böte sich an, dass der Kreis in das schon bestehende Projekt „Musikszene Südwestfalen“ der Evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen e.V. einsteigt. Hier wird die Schaffung einer dauerhaften Netzwerkstruktur zur Förderung der regionalen Jugendkulturarbeit angestrebt. Vorgesehen ist die jährliche Durchführung lokaler Nachwuchswettbewerbe in der gesamten Region Südwestfalen. Die Gewinner qualifzierten sich für ein Südwestfalenfinale, das auf der Burg Altena stattfinden könnte. Die Band mit den meisten Stimmen wäre dann zur Teilnahme an einem Landes-Wettbewerb berechtigt. Außerdem könnte sie auf dem Südwestfalentag selbst auftreten.

Erste Vorgespräche haben gefunden. Als Ergebnis steht im Raum, dass der Märkische Kreis die Durchführung des Finales auf der Burg übernehmen sollte. Im Kreis selbst sollen – wie bisher nach einer Vorauswahl durch eine Jury –mehrere Konzerte stattfinden, bei denen sich Nachwuchsbands für das Burg-Finale qualifizieren können. Der Eintrittspreis für dieses Event sollte nach Ansicht der Kreisverwaltung „bei unter zehn Euro“ liegen, um attraktiv zu bleiben. ▪ job

Öffentliche Kulturausschussitzung im Ständesaal des Kreishauses, 22. November, 17 Uhr

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