Burgrock: Nur 900 Besucher

ALTENA ▪ „Wir sind ein bisschen enttäuscht“: Nach dem Burgrock 2010 macht sich bei den Veranstaltern Ernüchterung breit. Nur rund 870 zahlende Besucher konnten die Bands auf den Burghof locken.

Das sind zu wenig, wie der Pressesprecher des Märkischen Kreises, Hendirk Klein, erklärte. Dabei hatten die Veranstalter extra ein Jahr Pause gemacht, um Burgrock 2010 mit einem neuen Konzept an den Start zu bringen.

Nach den schwindenden Besucherzahlen, wurde mit Hilfe eines Gutachters ein neues Konzept erstellt, das wieder mehr Rockfans zum Konzert locken sollte. „Wir haben alle Vorschläge umgesetzt“, erklärte Klein. Zwei Vorentscheide, Workshops und mehr Werbung brachten trotzdem nicht den gewünschten Erfolg.

Konkurrenz durch das

Come Together-Festival

750 Karten gingen im Vorverkauf über die Theke, rund 100 wurden an der Abendkasse verkauft. Hendrik Klein sieht den Grund dafür an den unglücklichen Umständen. Kurz vorher hatten beide Topacts Jennifer Rostock und Katzenjammer abgesagt. Gleichzeitig gab es mit dem Come Together-Festival in Iserlohn starke Konkurrenz. Weiterer Grund für den schlechten Besuch dürfte, laut Klein das unbeständige Wetter gewesen sein. Immer wieder prasselten Regenschauer auf die Rockfans nieder und sorgten (nicht nur) für nasse Füße.

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Burgrock im Regen

Mit Organisation und Ablauf allerdings war der Fachdienst Kultur sehr zufrieden. Auch Polizei und Security schlossen sich dem an. Bis auf kleinere Zwischenfälle, die für eine Veranstaltung dieser Größe normal sind, verlief der Burgrock 2010 ruhig. Vor dem Hintergrund der Loveparade hatte der Sicherheitsdienst im Vorfeld allerdings sein Konzept noch einmal überarbeitet und speziell im Eingangsbereich für ausreichend Platz gesorgt.

Politik ist jetzt gefragt

Wie es nach der erneuten Besucherpanne mit dem Burgrock zukünftig weitergeht, steht jedoch noch nicht fest. Die Veranstalter müssen sich erst noch zur Manöverkritik zusammensetzen. Am Ende entscheidet die Politik über die Fortführung des Rockfestivals. Denn die 50 000 Euro die der Burgrock verschlingt, müssen am Ende auch wieder in die Kasse.

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Burgrock

Klein lobte gestern die gute Atmosphäre des diesjährigen Festivals. „So eine gute Stimmung haben wir eigentlich selten gehabt“, resümierte er. Wider Erwarten hatten sich die Besucher nicht über die Absage der beiden Topacts beschwert. Im Gegenteil, die meisten freuten sich, an der Abendkasse 10 Euro des Ticketpreises erstattet zu bekommen.

Gute Atmosphäre

„Auch ohne die Headliner war uns klar, wir ziehen das durch!“, so Hendrik Klein. Denn das Ziel des Burgrocks sei immer noch die Nachwuchsförderung und der wollte man in jedem Fall eine Chance geben. So stürmten am Samstag Stilfrei, Acrid Tones, Revolution und A Tale Of Amity die Bühne auf der Burg, um die Rockfans von ihrem Können zu überzeugen.

Stilistisch lieferten die Newcomer von Deutschrock über progressiven Hard ‘n‘-Heavy bis hin zu Pop-Core alles, was das Herz begeehrte. Richtig laut wurde es mit Exposed to Noise, die zum dritten Mal beim Burgrock spielten. Rein instrumental versuchten Long Distance Calling zu überzeugen

Die kurzfristig für Katzenjammer eingesprungene Band The Kilians sorgten für einen lockeren Abschluss der Veranstaltung und schickten eingängige Klänge über den Burghof.

Heimlicher Headliner war jedoch die Hardcore Band Callejon aus dem Raum Köln. Für sie waren sogar Fans extra aus Berlin angereist.

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