Mehr Leben auf den Hof

Burgmuseum mit neuen Angeboten zum Aufzug-Start

Mehr Leben soll – insbesondere in den Sommermonaten – im Hof der Burg anzutreffen sein. Dazu gibt es nun konkrete Pläne.

ALTENA ▪ Wenn Ende April der Burgaufzug läuft, dann soll sich nicht nur im Stollen und im Schacht, sondern auch auf der Höhe der Wulfsegge einiges bewegen.

Entsprechende Planungen hat das Burgmuseum jetzt weitgehend abgeschlossen. Es soll ein Paket aus regelmäßigen offenen Führungen, Hofbelebung und einer zusätzlichen Aufsicht geben, die die Besucher am Aufzug in Empfang nimmt. Diese Mitarbeiter, das steht mittlerweile fest, werden gewandet sein. Nach der passenden Kleidung werde derzeit gesucht, berichtet die pädagogische Leiterin des Museums, Bernadette Lange. Denn: Diese Mitarbeiter, so ist es zumindest vorgesehen, sollen ganzjährig im Einsatz sein.

Eher als „Saisonangebot“ sind dagegen offene Führungen angelegt, die künftig zwischen Mai und Oktober regelmäßig stattfinden sollen. Vorgesehene Zeiten sind samstags um 15 Uhr sowie sonntags um 12, 14 und 16 Uhr. Für diese Führungen wird kein Entgelt fällig, eine Anmeldung ist ebenfalls nicht notwendig. Neu ist, dass diese Führungen jetzt auch in niederländischer Sprache angeboten werden können, weil aus dem westlichen Nachbarland stets recht große Besucherzahlen nach Altena kommen. Man will sich zudem verstärkt um weitere Bustouristen bemühen – um sie soll auch im Hochsauerlandkreis geworben werden, den die holländischen Gäste gerne ansteuern.

Immer wieder war in der zurückliegenden Diskussion um die Aufwertung der Angebote auf der Wulfsegge zudem von einer verstärkten Belebung des Burghofes die Rede. Die soll nun ab Mai mit Thementagen in Angriff genommen werden. Dazu wird das Burgmuseum mit verschiedenen Mittelalter-Gruppen zusammenarbeiten; etwa mit der Ritterschaft Wolfskuhle, die sonst am Wasserschloss Herdringen ansässig ist.

Hier ist eine ganze Reihe von Veranstaltungen gedacht, die jeweils unter der Überschrift „Zeitsprung Burg Altena“ geführt werden. Dazu wird zum Beispiel eine „Burgwache“ gehören, aber auch ein „Erlebnistag Metall“ und weitere Angebote, bei denen zum Beispiel handwerkliche Tätigkeit von Frauen vorgestellt werden. Bei der „Zeitsprung“-Reihe gehe nicht es nicht primär um Verkaufsgeschehen, sondern darum, das Leben und Handwerk vergangener Epochen anschaulich zu machen. Die Angebote sollen jeweils im Bereich der Sitzgelegenheiten am Bergfried angesiedelt werden – und damit gleich vis a vis der Bergstation des Aufzugs.

Bernadette Lange unterstreicht, dass bisher gut angenommene Angebote wie die bisherigen Workshops zum Bogenbau, zum Schmieden oder die Mittelalter-Kochkurse selbstverständlich weitergeführt würden. Sie hätten seit geraumer Zeit ein treues Publikum, dass auch weitere Anreisen in Kauf nimmt. Insgesamt werde man also auf der Burg deutlich mehr Veranstaltungen haben. ▪ Von Thomas Keim

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