Burghard bald in Tüten

Prof. Engelbert Lütke Daldrup, Geschäftsführer der IBA betrachtet das Modell des Empfangsgebäudes. Foto: Thomas Keim

Altena -  Das Projekt Burgaufzug macht von sich reden, zieht Kreise und sorgt immer wieder für neue Besuchs- und Besichtigungstermine. So war am Montag eine Delegation der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen zum Ortstermin in der Burgstadt.

Unter Leitung von Geschäftsführer Prof. Engelbert Lütke Daldrup machte sich die Gruppe ein Bild von den verschiedenen Projekten der Regionale 2013. Als städtebaulich interessanteste Vorhaben standen dabei die Offenlegung der Sieg in Siegen und eben der Aufzug der Burg auf dem Programm.

Dessen an Wendungen reiche Geschichte – und das der Weg zum Leuchtturmprojekt kein einfacher war – schilderte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein den Besuchern aus erster Hand. Etwa die Äußerung eines entsetzten Landeskonservators in Münster während der Frühphase der Planungen: „Sie werden alles tun, außer ein Loch zu machen in ein Denkmal von nationaler Bedeutung!“ Dass das Projekt aber den Charme und das Potenzial hat, auch Skeptiker zu überzeugen, zeigte sich wenig später. „Ich war noch gar nicht wieder in Altena, da hatte ich die Zustimmung auf dem Tisch“, berichtete der Bürgermeister.

Heute, viele Monate später, nähert sich das Projekt Zug um Zug der Fertigstellung. Bei bisher etwa 90 Prozent der Aufträge liegt man gut im Kalkulationsrahmen. Unwägbarkeiten gebe es allerdings: „Vieles hat noch nie jemand gemacht“, gibt der Bürgermeister zu bedenken.

Nach einer kurzen Vorstellung der Stadt und ihrer jüngeren Geschichte ging es mit den Thüringer Gästen ins Informationsbüro, wo natürlich der Aufzug im Mittelpunkt stand. Hier gab es manch überraschende Zahl: Etliche Tausend seien schon im Aufzug gewesen, berichtete der Verwaltungschef über die erstaunliche Resonanz auf die Baustellenführungen.

Derzeit laufen in Filmstudios in Unterföhring bei München die Filmaufnahmen für die verschiedenen Projektionen, die später an den sechs Toren im Inneren des Stollens zu sehen sein werden. Und auch an liebenswerte Details wird gedacht. Da wäre Burghard, das Fledermausmaskottchen. Burghard sollen die Besucher einst auch als süßes Andenken mit nach Hause nehmen können, denn der Konfekthersteller Haribo soll das Stollentier in Serie fertigen, verriet der Bürgermeister.

Die Internationale Bauausstellung Thüringen sei in gewisser Weise vergleichbar mit der Regionale, berichtete Prof. Engelbert Lütke Daldrup am Rande. Allerdings stehe man noch ganz am Anfang; das Vorhaben sei auf zehn Jahre ausgelegt. Es gehe um „modellhafte Ansätze“, demografischen Wandel und veränderte Rahmenbedingungen. Die Erläuterungen und die Führung nannte er „unglaublich spannend“. - von Thomas Keim

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