Prima Klima in Klasse 6a

Altena – Dicke Luft im Klassenzimmer – wer kann sich nicht an den Mief erinnern, den zwei Dutzend Schüler in 45 Minuten Mathe generieren? In einer sechsten Klasse des Burggymnasiums in Altena wird jetzt ein Gegenmittel erprobt: Vier Moosbilder sollen dort das Klima verbessern.

Die Idee stammt von Susan Sasse. Sie war mäßig begeistert, als deren Sohn ins sechste Schuljahr kam und damit der Umzug in jenes Klassenzimmer anstand, in dem er und seine Mitschüler in den nächsten Jahrern den größten Teil der Unterrichtszeit verbringen werden. Der Raum liegt auf der Bergseite und ist damit sehr dunkel. Oft sei er überheizt und die Luft sehr trocken, weiß Klassenlehrerin Sabina Fischer. Susan Sasse wusste ein Gegenmittel: Ihr Mann Dirk ist Partner in der Balver Kanzlei Hundrieser und Partner – die Wirtschaftsprüfer bauen ihr Büro gerade nach ergonomischen Kriterien um. Der dafür engagierte Fachmann riet ihnen, ihre Wände wegen deren positiven Eigenschaften mit Moosbildern zu verschönern. Sie sollen den Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft regulieren. „Und gut aussehen tun sie auch noch“, meint die Klassenlehrerin mit Blick auf satte Grüntöne. Ballenmoos und das aus dem Modellbau bekannte Islandmoos würden für die Moosbilder verarbeitet, erklärt Dirk Sasse. Die Pflanzen seien eingefärbt und blieben dadurch lange ansehnlich. Ganz billig ist die Sache nicht: Allein die Kosten für das Moos beziffert Sasse für die vier Bilder auf gut 1000 Euro. Die Kanzlei verzichtete darauf, Bilder von der Stange zu kaufen. Stattdessen ließen Sasse und seine Kollegen die Rahmen von einem Schreiner fertigen. Bepflanzt wurden sie dann von den Mitarbeitern der Kanzlei während deren Weihnachtsfeier. In der Klasse gebe es auch andere Pflanzen, berichtet Sabina Fischer. Allerdings litten die unter der Dunkelheit im Klassenraum und seien Rangeleien unter den Schülern nicht immer gewachsen. Und dann sind da ja aauch noch die Ferien, in denen das Gießen orgaanisiert werden muss – kein Problem, meint Sasse: „Die Moosbilder sind komplett pflegefrei“. „Eine Frage von Erziehung“ sei es, ob den Moosen das Zusammenleben mit den Sechstklässlern bekommt, meint Schulleiter Hans Ulrich Holtkemper. Deshalb müssten die Klassenlehrer mit den Kindern über Sinn und Zweck der Moosbilder reden. Holtkemper sprach von einem Versuch. Die Schule werde beobachten, wie die Schüler der Klasse 6a auf die Bilder reagieren und was andere Schüler, die stundenweise in dem Klassenraum unterrichtet werden, dazu meinen

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