Vertrag unterzeichnet

Damit Berufsträume greifbar werden: BGA festigt Kooperation

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Für die Unterzeichnung des neuen Kooperationsvertrages zusammen kamen (hinten, von links): Max Ammareller (Ruhr-Universität Bochum), Laura Honseler, Lena Lippert, Alena Lopatenko und Hans-Ulrich Holtkemper (Schulleiter), sowie (vorne, von links) Nadja Godefroid und Julia Bauman (Ruhr-Universität Bochum).

Altena - Nun ist es amtlich: Am Dienstag haben je zwei Vertreter der Ruhr-Universität Bochum und des Burggymnasiums Altena einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Durch ihn ist die Zusammenarbeit der beiden Bildungsinstitutionen auf vorerst unbeschränkte Zeit besiegelt.

Das Burggymnasium und die Ruhr-Universität Bochum arbeiten seit rund einem Jahr beim sogenannten Talentscouting zusammen. Dabei handelt es sich um ein Programm, durch das besonders begabte Schüler schwerpunktmäßige und individuelle Förderung erhalten sollen. Das Talentscouting baut auf dem Grundsatz auf, dass jeder Mensch eine Begabung hat. "Wir sind davon überzeugt, dass jeder etwas gut kann. Wir gehen mit einem positiven Blick auf die jungen Menschen zu und wollen ihnen Mut machen, eigene Ziele für die Zeit im und nach dem Abitur zu erarbeiten", sagt Talentscout Max Ammareller von der Ruhr-Universität Bochum.

Um ein Beispiel zu geben: Laura Honseler ist Schülerin des Burggymnasiums. Für sie steht schon seit der dritten Klasse fest, dass sie einmal Humanmedizinerin werden möchte. Laura Honseler berichtet, dass sie von ihrem Talentscout Max Ammareller das nötige Know-how vermittelt bekommt, um ihren Berufstraum greifbar zu machen. „Wir beschäftigen uns mit den Fragen, was ich im Unterricht noch besser machen kann, welche Voraussetzungen für ein Medizinstudium wichtig sind und wie ich gezielt darauf hinarbeiten kann“, erzählt sie.

Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper freut sich über die nun auch vertraglich festgehaltene Kooperation. „Das Talentscouting dient vor allem den Schülern. Es eröffnet viele Chancen, universitäres Arbeiten schon während der Schulzeit kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Deutschland ist ein Bildungsland und deshalb ist das Angebot besonders wichtig.“ Neben dem Talentscouting selbst gibt es Angebote zur Begabtenförderung am Burggymnasium. So zum Beispiel die Begabtentage, bei denen Schüler die Möglichkeit haben, Berufsfelder zu erkunden und sich in Sachen Berufswahl zu orientieren.

Ins Leben gerufen wurde die Zusammenarbeit von Nadja Godefroid. Sie war auf das Talentscouting der Ruhr-Universität Bochum aufmerksam geworden, das zuerst hauptsächlich im Ruhrgebiet angeboten wurde. „Da war ich ein bisschen neidisch und habe einfach einmal angefragt, ob so etwas nicht auch für das Burggymnasium in Altena möglich wäre“, sagt Godefroid.

Kurze Zeit später kam die Bestätigung vonseiten der Universität und seitdem gibt es das Angebot an der Schule, das von den Schülern sehr geschätzt wird. Lena Lippert sagt zum Beispiel: „Für mich ist das Programm toll. Ich erhalte natürlich auch zu Hause Unterstützung bei der Berufsorientierung, aber ich habe sechs Geschwister und da ist manchmal einfach nicht viel Zeit. Außerdem haben die Mitarbeiter der Universität ein ganz anderes Fachwissen, auf das sie zurückgreifen können.“

Max Ammareller sagt dazu: „Das ist auch ein Punkt, bei dem das Talentscouting besonders sinnvoll ist. Um Erstakademiker – also junge Erwachsene, deren Eltern nicht studiert haben, die aber selbst ein Studium anstreben – über Universitäten zu informieren und sie darauf vorzubereiten."

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