Stadtführung: Baukunst zwischen Burgen

Weil die Führung am Friedrichstor startet, gibt es Gelegenheit, auf die Geschichte von Burg Altena einzugehen.

ALTENA - Das Stadtführungsangebot ist um eine außergewöhnlich flexible Route erweitert worden: Die Tour „Von Burg zu Burg“ startet am Friedrichstor und bietet dem Stadtführer-Team die Möglichkeit, auf sehr viele Aspekte des Stadtlebens einzugehen. Denn zwischen Burg Altena und Burg Holtzbrinck gibt es einzigartige Ausblicke auf historisch bedeutsame Orte.

Beim Mittelaltermarkt nahm mancher Gast das Angebot dankbar an: Von Burg Altena in Richtung Innenstadt schlendern und dabei etwas über die Stadtgeschichte erfahren. „Diese Führung haben wir eigentlich schon länger im Angebot, aber sie wurde bislang kaum gebucht. Bei dem Fest wollten wir sie ein bisschen populärer machen“, erklärt Ursula Rinke. Sie hat bislang jedes Stadtführungskonzept geschrieben. Die Route „Von Burg zu Burg“ gefällt ihr persönlich sehr gut, weil sehr viele Aspekte auf kurzer Strecke beleuchtet werden können. „Von Burg Altena aus haben wir schon mal den herrlichen Blick über die Stadt. Da kann man auf die Brücken eingehen und auf die Burggeschichte selbst. Die kommt bei den normalen Stadtführungen meistens zu kurz“, erläutert sie. Auf dem Weg ins Tal begegnen die Teilnehmer prächtigen Jugendstilvillen, sehr alten Häusern, die schon bis zu 300 Jahre den Burgberg „hüten“ und dem Jugendherbergsgebäude.

Hinter der Lutherkirche, die von der Fritz-Thomée-Straße aus betrachtet aussieht, wie ein Wohnhaus, kann ein Blick auf die Kirchengeschichte und die alte Lateinschule geworfen werden. Ursula Rinke erzählt dann zum Beispiel, wie der Burg-Castellan parallel zu den großen Kirchenglocken sein Glöckchen läutete, damit der Glöckner im Netter Dömchen die Bürger auf der anderen Bergseite zum Kirchgang rufen konnte.

Wahlweise können die Gäste nun geradeaus über die Mückenburg in Richtung Burg Holtzbrinck schlendern und eine dritte Burg in ihr Programm aufnehmen oder über eine der Treppen den Weg in die Innenstadt nehmen. Ursula Rinke kann das empfehlen: „Selbst Altenaer Ureinwohnern, die sich gut auskennen, wird auf diesem Abschnitt klar, wie schwierig und teuer das Bauen in Altena sein kann“, so Rinke.

Die Burg Holtzbrinck ist Ziel der Führung, kann aber auch Startpunkt sein für Teilnehmer, die den Berg erklimmen und anschließend bei Pilling einkehren wollen. „Auch zeitlich ist diese Führung sehr flexibel.“ Ein Anruf unter Tel. 209 295 genügt, um sie zu buchen.

Von Ina Hornemann

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