Burgbelebung in Altena

„Castellani“ stoßen beim Kreis nicht auf Gegenliebe

Bei Burgwachen oder anderen Veranstaltungen haben die „Castellani de Altena“ schon auf der Wulfsegge mitgemacht. Für den Beginn der Burgbelebung hat der Kreis aber zunächst ohne die hiesige Gruppe geplant. -  Foto: Archiv

Altena - Der Märkische Kreis hat seine Überlegungen konkretisiert, wie das Geschehen auf der Burg in der kommenden Saison lebendiger gestaltet werden kann. Der Betrieb des Burgaufzuges soll mit regelmäßigen Aktionen mittelalterlicher Gruppen flankiert werden.

Bei den Lesern des AK hat die Nachricht Freude über die neuen Initiativen auf dem Burgberg ausgelöst, aber auch Verwunderung. Die „Castellani de Altena“ seien ja ganz offensichtlich bisher nicht Teil des Konzeptes bzw. ihre Mitwirkung nicht vorgesehen. Zwar waren die Männer und Frauen der Castellani in der Vergangenheit bei einigen Veranstaltungen auf der Burg mit von der Partie, aber in den aktuellen Planungen kommen sie nach derzeitigem Stand nicht vor.

„Natürlich versuchen wir, in der Region zu bleiben“, beschreibt die pädagogische Leiterin des Burgmuseums, Bernadette Lange, das Vorgehen, wenn es an die Suche nach neuen Programmelementen geht. Aber es scheint auch einen Wermutstropfen zu geben: „Die Erfahrungen mit der Gruppe waren nicht immer so, wie wir uns das gewünscht hätten.“

Dennoch sei das Konzept zur Burgbelebung grundsätzlich „offen“, weil von vornherein an die Mitwirkung verschiedener Gruppen gedacht sei. Man müsse natürlich auch auf die museumspädagogische Qualität von Beiträgen achten, so Bernadette Lange. Zudem brauche man zentrale Ansprechpartner und verlässliche Zusagen. Die Museumsleitung sei aber bereit, sich im direkten Gespräch mit den „Castellani“ auszutauschen und dann möglicherweise einen Strich unter die Vergangenheit zu setzen.

Und so beschreiben sich die 2010 gegründeten „Castellani“ selbst: „Unsere Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte der früheren Grafschaft Altena zwischen 1200 und 1300 darzustellen. Vom Burgvogt über Ritter zum Bauern ist bei uns alles vertreten. Nebenher beschäftigen wir uns mit mittelalterlichen Handwerkstechniken und stellen diese vor. Wir machen auch Vorführungen in Schulen und Kindergärten. Wichtig ist uns die Vermittlung von Wissen auf interessante Weise.“ - tk

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