Im Burgaufzugs-Stollen ist es knochentrocken

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Der Stadtplanungsausschuss im Vorraum des Burgauszugs. Gut zu erkennen ist dort der Wandaufbau.

ALTENA - Ganz hinten wird’s im Moment im Stollen interessant: Im Vorraum des Burgaufzugs zeigte Stadtplaner Roland Balkenhol am Montagabend den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtplanung, wie die Wände aufgebaut werden.

Der Spritzbeton als letzte Schicht fehlt dort noch, so dass freier Blick herrscht auf jene Folie, die das Bauwerk trocken hält.

Nach den Sprengarbeiten seien zunächst die gröbsten Unebenheiten durch eine erste Betonschicht egalisiert worden, erklärte Balkenhol. Dann folge eine Drainageschicht. die das Wasser ableite. Die wiederum wird mit jener Folie bedeckt, die man jetzt sehen kann – ein dickes Material, das vor Ort von einer Fachfirma sorgfältig verschweißt wurde. Wo Moniereisen aus der Wand ragen, sorgen Manschetten für die Abdichtung. Dass das alles funktioniert zeigt die Tatsache, dass es im Stollen trotz des schlechten Wetters der letzten Wochen knochentrocken ist.

Im Aufzugsvorraum wird zurzeit an der Armierung gearbeitet – das Baustahlgeflecht gibt dann der letzten Betonschicht Halt. Die werde wohl bis zum Mittelalterfest aufgebracht sein, meint Balkenhol. Auch die Arbeiten im Schacht seien dann abgeschlossen.

Zeit also, sich um die nächsten Bauabschnitte zu kümmern. Im Schacht stehen bereits Pakete mit Kalksandsteinen. Aus ihnen werden in den nächsten Wochen jene Schächte gemauert, durch die (durch eine feuerfeste Platte voneinander getrennt) Elektro- und Lüftungsleitungen laufen. Dann fehlen noch Estrich und Anstrich, anschließend kann die Technik installiert werden.

Gut funktioniert habe bisher die Absprache zwischen den einzelnen Firmen, berichtete Balkenhol den Kommunalpolitikern. Er hoffe, dass das so bleibe, wenn demnächst noch mehr Firmen zum Einsatz kämen.

Vom Empfangsgebäude sieht man bisher nur die Bodenplatte für den Toilettenbereich – und einige dicke Rohre. Sie mussten eingegraben werden, um unter dem Fundament Platz für Strom-und andere Leitungen zu lassen.

Marion Derer von den Grünen brachte die Verunreinigungen auf der Burg zur Sprache. Es sei Aufgabe der Firmen, diese zu beseitigen, sagte Balkenhol – „und das wissen die auch“. Große Probleme sähen die Unternehmen dabei nicht.

von Thomas Bender

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