Burgaufzugs-Kritik: Warten auf ein Wort der Politik

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein wird wohl am Montag, 25. Oktober, in der Ratssitzung etwas zur Kritik sagen.

ALTENA - Und im Rathaus ist Ruh‘ - einigermaßen irritiert nimmt die Öffentlichkeit zur Kenntnis, dass es seitens der Verwaltung keinerlei Stellungnahme zu der heftigen Burgaufzugs-Diskussion der vergangenen Tage gibt und auch die Kommunalpolitik sich weitestgehend in Schweigen hüllt.

Auf der Internetpräsenz unserer Zeitung - come-on.de - ist „Beobachter“ irritiert darüber, „dass Hollstein seit Wochen schweigt. Das erweckt den Eindruck, als fiele ihm zu Bracht nichts ein“. Der User – offensichtlich ein Befürworter des Aufzugsprojektes – kommt angesichts der Diskussionen der letzten Tage zu dem Ergebnis, dass „wohl noch eine Menge Überzeugungsarbeit geleistet werden“ müsse.

Für nächsten Montag ist ein Ende der Sprachlosigkeit zu erwarten. Ab 17 Uhr tagt den der Stadtrat, im Mittelpunkt steht die Einbringung des Haushaltsplanes. Seit einigen Jahren ist es üblich, dass Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein die finanzpolitischen Erläuterungen seinem Kämmerer Stefan Kemper überlässt und seine Haushaltsrede dazu nutzt, andere politischen Themen zu behandeln. In diesem Zusammenhang erwarte er, dass der Bürgermeister auch Stellung zu der Aufzugsdiskussion beziehen werde, sagte gestern einer der Fraktionsvorsitzenden.

Die Ratsparteien hatten bisher die Linie vertreten, sich allenfalls zurückhaltend zu den Protesten zu äußern. Wie gestern bekannt wurde, wird sich der Ratssitzung eine interfraktionelle Sitzung anschließen, auf der dieses Thema noch einmal zur Diskussion steht. „So ganz abwegig“ sei Mario Westphals Gedanke von einem „pro Aufzug“-Auftritt aller Fraktionen schließlich nicht, hieß es gestern. Das SPD-Ratsmitglied hatte vergangene Woche angeregt, an einem Stand am Markt parteiübergreifend klare Position gegen die Aufzugsgegner zu beziehen.

Thomas Bender

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