Burgaufzug: „Vieles in Superlativen gehört“

Freitag im Kassenbereich des Erlebnisaufzuges: Die neue Altenaer Attraktion hat einen prima Start hingelegt. Seit dem 26. April wurden mehr als 13 000 Besucher gezählt. -  Fotos: Keim

Altena -  Die ersten netten Geschichten aus dem Erlebnisaufzug haben nicht lange auf sich warten lassen: So wie die von einem Besucher, der mit seinem Hund gekommen war.

Tapfer durchquerte der Vierbeiner mit seinem Herrchen die Station des Heiligen Einhard, wo eine so genannte „living surfcace“ (lebende Oberfläche) das Durchqueren einer Wasserfläche simuliert. So täuschend echt simuliert, dass der Hund sich anschließend kräftig schüttelte – als sei er wirklich nass geworden. „Das spricht ja wohl für den Effekt“, berichtet Dr. Andreas Hollstein mit einem Lächeln. Der Verwaltungschef hat, wenn es um den Aufzug geht, ohnehin Grund zur Freude. „Viel besser, als wir uns das alle vorgestellt haben“, sei der Betrieb angelaufen. Nach vier Wochen zieht Hollstein gemeinsam mit Projekteiterin Daria Fikus ein allererstes Fazit. Am 1. Mai hatte sich Hollstein zum Beispiel eine Besucherbefragung in der Terminkalender geschrieben – drei Stunden sammelte er Meinungen. „Ich habe an dem Tag vieles in Superlativen gehört.“ Auch das Gästebuch, das seit einiger Zeit an der Kasse ausliegt, spricht eine deutliche Sprache. Besucher aus Spanien und den Niederlanden haben sich hier verewigt, aber auch aus Australien. Natürlich finden sich auch Einheimische . „Wir sind stolz und glücklich, dass wir Altenaer sind“, heißt es da zum Beispiel.

Dr. Hollstein: „Wir haben, schon jetzt eine sehr starke Marktdurchdringung erreicht.“ Und das gelte, obwohl der Start des Betriebes so gelegen habe, dass er für organisierte Bustouren in der laufenden Saison eigentlich zu spät kam. Dennoch sind schon 30 Gruppen da gewesen, weitere 20 sind derzeit avisiert.

Die Zusammenarbeit mit der Burg laufe im Übrigen einwandfrei. Einige Dinge im Stollen seien noch auszubessern, berichtet der Verwaltungschef, so etwa die Innenbeschilderung. Insgesamt aber hätten sich die Abläufe erstaunlich schnell eingeschliffen. „Und das obwohl wir einen echten Kaltstart machen mussten.“ Das verbindet Hollstein mit einem Lob für das Aufzugsteam um Daria Fikus: „Bienenfleißig“ sei die kleine Mannschaft. Auch das Merchandising im Aufzugsshop laufe glänzend, wobei sich mittlerweile abzweichnet, „dass Burghard der Renner ist.“ Rund 500 mal ist die Altenaer Fledermaus bisher alleine in der Ausführung als Plüschtier verkauft worden. - Von Thomas Keim

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