Burgaufzug: Zum Schweigen „verdonnert“

Die Burg ans Lenneufer holen - das ist das Projekt des Burgaufzuges.

ALTENA - Der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Scholz ist für Dr. Andreas Hollstein in die Bresche gesprungen: „Die Ausschreibung für den Burgaufzug ist ein laufendes Verfahren. Deshalb kann der Bürgermeister jetzt zu Preisen, Leistungen und derlei nichts mehr sagen“.

Scholz zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Verwaltung im kommenden Monat detailliert äußern werde. Am 5. Oktober sei Submissionstermin, also die Öffnung der bis dahin eingegangenen Angebote. Danach bestehe die Möglichkeit zu Nachverhandlungen, bevor am 22. Oktober der Rat über die Auftragsvergabe entscheide.

„Selbstverständlich“ werde es keine Abstriche bei der Sicherheit von Stollen und Aufzugsschacht geben, betonte Scholz – dafür stünden schon Brandschutzingenieure, Statiker und andere Fachplaner. „Heute kann es sich doch keine Behörde erlauben, ein unsicheres Bauwerk in Auftrag zu geben“.

Die gute Baukonjunktur habe ihren Teil dazu beigetragen, dass die bisherigen Angebote für Stollen und Schacht deutlich über den Erwartungen gelegen hätten, sagte Scholz gestern: „Preise wie vor zwei Jahren sind heute nicht mehr drin.“ Die Sichtung der Angebote habe aber auch ergeben, dass es günstigere, von den bisherigen Planungen abweichende Lösungen gebe. Die zentrale Frage sei, wie viel Fels abgetragen und wie viel Beton anschließend eingebaut werden müsse.

Scholz betont, dass alle Fraktionen im Detail informiert worden seien und ausreichend Gelegenheit gehabt hätten, Fragen zu stellen – von der SPD sei da nicht viel gekommen sei. Von daher wundere er sich, zu welchen neuen Erkenntnissen sie auf ihrer Fraktionssitzung in der kommenden Woche kommen wollen.

Kritik kommt jetzt auch von Ulrich Biroth: „Der Bürgermeister muss sagen, was da läuft!“, ereiferte er sich gestern aus seinem Urlaubsort. „So geht das nicht“, fügte der Ratsherr an und sagte: „Bereits am Montag nehme ich volle Akteneinsicht im Rathaus“. Roland Balkenhol habe ja bereits allen Ratsmitgliedern nach der Sitzung vom 10. September modifizierte Unterlagen zum Burgaufzug zugeschickt. „Da bleiben wir als Soziale Arbeitsgemeinschaft dran!“ben.-/job

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