Burgaufzug: Heute fällt die Entscheidung

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Dahler informierten sich über das Burgaufzugs-Projekt. Das Gros ist dafür, so der Eindruck des Ortsvorstehers.

ALTENA - Am heutigen Mittwoch, 15. Dezember, gilt‘s: Um 14.20 Uhr will Landrat Thomas Gemke bekannt geben, ob es den heiß ersehnten, dritten Stern für den Burgaufzug geben und die Realisierung des ehrgeizigen Projektes damit in greifbare Nähe rückt. Roland Balkenhol gab sich am Montagabend zuversichtlich: Er gehe davon aus, dass es sich „nur noch um eine Formsache“ handele, sagte er, als er wieder einmal eine Besuchergruppe durch den Stollen führte.

Gäste aus Dahle

Diesmal waren es ganz besondere Gäste: Rund 40 Dahler folgten der Einladung ihres Ortsvorstehers Helmar Roder, sich über das Projekt zu informieren. Wie verbunden fühlen sie sich der Altenaer Innenstadt? Sind sie damit einverstanden, dass in Altena über Jahre hinweg fast ausschließlich in die Innenstadt investiert wird? Fragen, die an jenem Abend offen blieben: Freundlich-interessiert hörten sich die Dahler Balkenhols Vortrag an, zeigten sich durchaus auch beeindruckt. Eine echte Meinungsbildung pro oder contra wurde aus den Fragen und Anmerkungen der Gäste nicht erkennbar.

„Auch in Dahle ist das Gros der Bürger absolut dafür“ – das ist der Eindruck, den Roder selbst in vielen Gesprächen mit seinen Mitbürgern gewonnen hat. Auch die Dahler verstünden sich inzwischen als Altenaer und wüssten, dass die Belebung der Innenstadt dringend notwendig sei. Zustimmung erhielt er von Jutta Höck, die als Dahlerin der Innenstadt eng verbunden ist, weil sie dort über Jahre hinweg ihr eigenes Geschäft führte. „Es muss etwas passieren“, forderte sie kategorisch. Der Aufzug könne durchaus zu mehr Leben in der Innenstadt führen.

Fortschritte in der Stadt

Balkenhol machte deutlich, dass bereits Fortschritte zu beobachten seien: Der Verkauf von Haus Nüther an die Geschwister Nielsen sei nicht das einzige Immobiliengeschäft der letzten Monate. „Es werden auf einmal Häuser interessant, die vorher angeboten worden sind wie sauer Bier“, berichtete der Stadtplaner und ergänzte, dass bei der Stadtverwaltung inzwischen auch mehrere Interessenten vorgesprochen hätten, die die Errichtung einer Außengastronomie auf den Lenneterrassen ins Auge gefasst hätten. Deren Bau und die Umgestaltung des Bahnhofes werden im Jahr 2011 in Angriff genommen.

Der für die Vergabe der Sterne zuständige Beirat der Regionale hat bisher knapp 50 Projekte ausgezeichnet – drei Sterne gab es aber erst einmal, und zwar für das Netzwerk „Branchenkompetenzen Südwestfalen“. Der Charme des Burgaufzuges bestehe darin, dass er „greifbarer“ sei als solche eher abstrakte Projekte, sagte Balkenhol. Wenn alles nach Plan laufe, „dann kann man im Regionale-Präsentationsjahr 2013 in Altena wirklich was sehen“. von Thomas Bender

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