Burgaufzug bleibt stecken

Stromausfall legt Altena und Nachrodt lahm

Nach fast vier Stunden befreit: Mit einem Notstromaggregat setzte die Wehr den Burgaufzug in Bewegung. Foto: Sauser

Altena/Nachrodt - Altenas gesamte Innenstadt, Nachrodt und Teile von Hemer waren am Freitag vier Stunden lang ohne Strom. Grund: Ein Schaden an einer Ortsnetzstation, der sich auf das Umspannwerk im Altenaer Kleff auswirkte. Dort führte dann ein defektes Bauteil zu einem Kurzschluss und dem großflächigen Stromausfall.

Bevor Mitarbeiter der Enervie mit der Reparatur beginnen konnten, musste die Feuerwehr ran: Das Umspannwerk war stark verraucht und musste gelüftet werden.

In den betroffenen Orten stand derweil alles still: Ampeln fielen aus, in Supermärkten funktionierten die Kassen nicht und in den Industriebetrieben drehte sich ebenfalls kein Rad. Die Feuerwehr wurde zu einer Reihe weiterer Einsätze gerufen, etwa zu kranken Menschen, die auf strombetriebene Maschinen angewiesen waren. Die Stromversorgung des Krankenhauses ist so angelegt, dass es in solchen Fällen direkt vom Kraftwerk Elverlingsen aus beliefert wird.

Es blieben mehrere Aufzüge stecken. Am Burgaufzug musste die Wehr sozusagen ihre Feuertaufe bestehen: Gut zweieinhalb Stunden nach dem Defekt im Umspannwerk wurde ihr gemeldet, dass in der Kabine zwei Monteure der Firma Janzoff feststeckten. Dass es so lange dauerte, bis diese Panne entdeckt wurde, lag daran, dass die Anlage noch im Bau ist und weder die Notrufeinrichtung noch das Notstromaggregat angeschlossen sind. Obwohl die Wehr an der Anlage noch nie geübt hat, meisterte sie ihre Aufgabe mit Bravour. Das war auch Uli Moldenhauer zu verdanken: Er kennt sich mit solchen Anlagen aus und merkte beim Blick in den Stromverteilerkasten rasch, wo er das Notstromaggregat des Rüstwagens anschließen musste, um die Kabine bewegen zu können.

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