Burgaufzug-Baustelle wird spektakulär

Auftrag an NRW-Firmen: Im Mai wollen sie fertig sein

Roland Balkenhol und Dr. Andreas Hollstein mit Vertretern der beiden Firmen, die bald mit dem Aufzugsbau beginnen.

ALTENA ▪ „Eine Baustelle, wie wir sie hier noch nicht gehabt haben“, verspricht der Bürgermeister den Altenaern – allein drei Sattelzüge sind erforderlich, um das Bohrgerät anzuliefern, mit dem von der Burg aus der Schacht für den Burgaufzug gebohrt werden soll. „Logistisch interessant“ nennt Ralf Böttcher die Aufgabe, die bis zu 4,2 Tonnen schweren Einzelteile auf den oberen Burghof zu bringen und dort zusammen zu bauen.

Böttcher arbeitet bei der Dortmunder Firma Deilmann-Haniel, die zusammen mit Feldhaus aus Schmallenberg den Auftrag für Schacht und Stollen bekommen haben – „die wollten den haben“, heißt es im Bauamt mit Hinweis darauf, dass diese beiden Firmen sich in der zweiten Ausschreibungsrunde am meisten bewegt hätten. „Das ist für uns durchaus ein Referenzobjekt“, bestätigt Jochen Greinacher, Geschäftsführer bei Deilmann-Haniel.

Noch in diesem Monat geht es mit dem Stollen los, die Baustelle wird wahrscheinlich schon ab der kommenden Woche eingerichtet - erste Vorarbeiten dafür leistete am Freitag die Firma Homann, die auf der Fläche vor dem Zugang zum Aufzug Felsen und Betonreste abträgt – sie muss tiefer gelegt werden, weil sie noch über dem Niveau des Stollens liegt..

Im ersten Schritt wird der Eingangsbereich rein mechanisch – also mit einem von einem Bagger angetriebenen hydraulischen Meißel – auf das erforderliche Maß erweitert. Er wird 3,20 Meter hoch und 5,20 breit. Ab der ersten Kurve wird dann gesprengt. In „homöpathischen Dosen“ werde der Sprengstoff verwendet, versprach am Freitag Michael Geuer, der Geschäftsführer der Bergbau-Sparte der Schmallenberger Feldhaus-Gruppe. Man werde die Sprengungen außen zwar wahrnehmen, ansonsten hätten sie aber für Anwohner und Passanten keinerlei Auswirkungen. Gleich zwei Sachverständige - einen bestellt Feldhaus, den anderen die Stadt - überwachen das.

Üblich sei, dass erst vertikal und dann horizontal gearbeitet werde, erklärten die Fachleute am Freitag. Sie gehen davon aus, dass die Arbeiten am Stollen im Januar so weit fortgeschritten sind, dass mit dem Schachtbau begonnen werden kann. Für den wird erst ein 30 Zentimeter-Loch von oben nach unten gebohrt. Dadurch wird dann ein 140 Zentimeter-Fräser zurückgezogen und zum Schluss auf das erforderliche Maß von drei mal 3,60 Meter aufgesprengt.

Im Mai, so der vertraglich vereinbarte Zeitplan, sollen Schacht und Stollen fertig sein. Das bedeutet, dass bis dahin nicht nur rund 6000 Tonnen Grauwacke abgetragen werden müssen, sondern auch die Auskleidung mit Beton erfolgt.

Von Thomas Bender

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