Aufzugs-Montage hat begonnen

Stadtplaner Roland Balkenhol zeigt die Schienen, an denen entlang einmal der Fahrkorb zur Burg hinauf gleiten wird. Es gibt auch bereits einen „Aufzug“ im Schacht, doch handelt es sich hier nur um die Arbeitsbühne der Aufzugbauer.

ALTENA - Das Gesicht der Burgaufzug-Baustelle wandelt sich immer mehr. Längst zeichnen sich die Dimensionen des künftigen Empfangsgebäudes gut sichtbar ab. Und auch im Stollen hat sich in den letzten Wochen eine Menge getan.

Das zeigte sich gestern Nachmittag bei einem Ortstermin mit Stadtplaner Roland Balkenhol. So sind Bodenplatte und Wand im so genannten „Block 1“ des Stollens mittlerweile fertig gestellt. Ein Elektriker ist schon dabei, Leitungen aus diesem Abschnitt in Richtung Empfangsgebäude zu ziehen, wo später einmal die technische Zentrale des Burgaufzugs untergebracht sein wird. Angesichts einer schier immensen Menge an Kabeln dürfte es keine leichte Aufgabe sein, da die Übersicht zu behalten.

Parallel sind die Arbeiten am Rohbau für Tor- und Eingangsgebäude im vollen Gang. Hier wird in der Regel abschnittsweise gearbeitet. Derzeit laufen die Vorbereitungen, um die Decke des Eingangsgebäudes betonieren zu können. Das solle am Mittwoch kommender Woche geschehen, berichtet der Stadtplaner. Es wird sich um ein so genanntes Kaltdach, eine zweiteilige Decke, handeln

Gleichzeitig nähern sich im Inneren des Stollens die Lüftungskanäle der Fertigstellung, so dass stellenweise schon die endgültige Gestalt des Ganges zu erahnen ist.

Ein anderer wichtiger Schritt ist ganz am Ende des Weges in den Burgberg hinein zu sehen. Hier hat der Aufzugsbauer seine Arbeit aufgenommen. Die Firma hat zunächst einen Arbeitsaufzug eingerichtet, mit dem der Schacht in Richtung Burghof befahren werden kann. Mit Hilfe dieser „Arbeitsbühne“ werden dann in einem nächsten Schritt die Führungsschienen verlegt, in denen die endgültige Aufzugskabine laufen wird.

Nur in dieser Bauphase - der Schacht ist jetzt durchgehend offen - kann ein interessantes akustisches Phänomen belauscht werden: Kinderstimmen vom Programm im Burghof sind 80 Meter tiefer am Fuße des Schachtes sehr klar zu hören. Übrigens auch Gespräche, die am Stolleneingang geführt werden.

Das Leuchtturmprojekt hat sich längst weit herumgesprochen: Immer wieder kündigen sich neue Besuchergruppen an - außerdem schauen natürlich die leitenden Ingenieure regelmäßig nach dem Rechten. Der intensive Publikumsverkehr auf der Baustelle mache im Übrigen die Arbeit der ausführenden Firma nicht unbedingt einfacher, weiß der Stadtplaner. Ohnehin seien die Platzverhältnisse für ein Vorhaben dieser Dimension sehr knapp bemessen. - tk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare