140.000 Besucher bis Jahresende möglich 

Burg Altena wird jetzt von Gästen förmlich "überrollt"

Die Zahlen weisen ebenso nach oben wie die Geste der Burgführerin. In der Sitzung des Kreis-Kulturausschusses wurden auch Bemühungen vorgestellt, wie man insbesondere die jüngeren Semester auf den Burgberg locken will.

Altena - Die Statistik des Burgaufzuges liefert weiter Anlass zur Freude. Das wurde in der jüngsten Beratung des Kreis-Kulturausschusses deutlich.

„Wir werden im Moment dermaßen überrollt“, konstatierte Stephan Sensen als Leiter des Burgmuseums. Neue Zahlen zeigen, dass bis Ende Oktober 125.000 Menschen die Burg besucht haben. Erwartet habe man etwa 80.000.

 „Wir können wohl bei 140.000 landen“, schätzte Sensen mit Blick auf das Jahresende. Von diesen 140.000 seien es dann rund 50 Prozent – 70.000 Menschen –, die den in diesem Jahr neu eingeführten „großen Rundgang“ wählen, also als zahlende Museumsbesucher verbucht werden können.

Einige Teile der Burg, wie etwa die alte Jugendherberge und der Bergfried, können seit dem Frühjahr ohne Eintrittsgeld besichtigt werden. Angesichts der in die Höhe schnellenden Besucherzahlen werde derzeit überlegt, die Zahl der ebenfalls neu angebotenen „offenen Führungen“ zu verdoppeln. Hier ist im Vorfeld keine Anmeldung notwendig.

Sensen berichtete weiter, dass sich die Gäste auf der Wulfsegge etwa zur Hälfte in fußläufige Besucher und Nutzer des Erlebnisaufzuges aufteilen. „Mit einer Tendenz für den Aufzug“. Was kommende Jahre angehe, empfahl der Museumsleiter aber eine „kaufmännische Zurückhaltung“. Es sei schwer absehbar, ob und wie lange die Begeisterung für den neuen Erlebnisaufzug anhalte.

Dass man beim Fachdienst Kultur und Tourismus darauf bedacht ist, die Besucherzahlen auf der Burg auch bei den jüngeren Semestern möglichst stabil zu halten, berichtete Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper.

Mit dem im Kreis Olpe erfolgreichen Angebot „Linie 1.0“ will jetzt auch der Märkische Kreis versuchen, Schülerfahrten zu Einrichtungen wie der Burg, zur Dechenhöhle, zum Stadtmuseum Iserlohn oder zur Phänomenta zu locken.

Die Einrichtungen zahlen dabei in einen Pool ein, aus dem die Busfahrt finanziert werden kann. Hier gebe es eine intensive Zusammenarbeit mit der MVG als Dienstleister. Nach zusätzlichen Sponsoren werde gesucht.

Von Thomas Keim

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