Investitionsvolumen in Höhe von über 720.000 Euro

Burg Altena: Viel Geld für die Sanierung nötig

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Im Burgrestaurant laufen verschiedene Handwerkerarbeiten. So bekommt der Gastrobetrieb eine neue Heizungsanlage spendiert. Zum 1. März will Betreiberin Andrea Kähne die gute Stube wieder eröffnen

Altena - Wenn es um Arbeiten an Wahrzeichen geht, müssen sich die Eigentümer meist darauf einstellen, eine ganze Stange Geld in die Hand zu nehmen. Das ist beim Altenaer Wahrzeichen, der Festung auf der Wulffsegge, nicht anders. Auf über 720 000 Euro summieren sich die erwarteten Kosten für Arbeiten an der Burgsubstanz und den umgebenden Anlagen.

Als dickster Brocken werden sich die Dachsanierungsarbeiten erweisen, die am Alten Pallas und dem Pulverturm nötig werden. Dafür hat der Märkische Kreis eine Summe von allein 500.000 Euro angesetzt, berichtet Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises.

Zuschuss vom Land in Höhe von 90 Prozent

Diese Ausgabe wird freilich durch das kommunale Investitionsfördergesetz stark abgefedert; es winkt ein Zuschuss in Höhe von immerhin 90 Prozent. Für den Umbau des Burgrestaurants nimmt der Kreis mittel in Höhe von 80.000 Euro in die Hand. Weitere 35.000 Euro werden für eine neue Heizkesselanlage veranschlagt. Mit diesen Arbeiten ist bereits begonnen worden. 

Bis 8. Januar war das Burgrestaurant regulär geöffnet. Am 9. Januar übernahmen dann die Handwerker das Regiment: Der untere Restaurantbereich wird komplett neugestaltet, dazu wird auch hinter den Kulissen spürbar renoviert. Also erster Öffnungstag nach dem Umbau ist der 1. März vorgesehen. „Seid gespannt auf das neue Burgrestaurant Altena“, schreibt Betreiberin Andrea Kähne dazu auf der Internetseite des Gastrobetriebes. 

Eingerüstet ist der Bereich der Jugendherberge. Auch hier werden in diesem Jahr weitere Arbeiten vorgenommen.

Für eine Instandsetzung des Balkons sind 5000 Euro vorgesehen. Aber die Liste der anstehenden Arbeiten geht noch weiter: 15.000 fließen in die Terrasse der Jugendherberge, wo Undichtigkeiten zu beseitigen sind. Die Isolierung von Dachschrägen in der Museumsbibliothek ist mit 16.000 Euro veranschlagt. 

38.000 Euro für zwei Toranlagen

Deutlich mehr muss aufgewendet werden, um die zwei Toranlagen zu sanieren: 38.000 Euro stellt der Kreis dafür bereit. Die Pflege des Weyhe-Parks unterhalb der Burg will man sich 12.500 Euro kosten lassen; noch einmal 3000 Euro sind für Neuanpflanzungen im Innenhof vorgesehen. Schließlich sollen auch noch die Fenster im Kommandantenhaus und im Neuen Pallas restauriert werden, was als weitere Maßnahme mit rund 7500 Euro veranschlagt wird. 

Die „Freunde der Burg“ sind beim Kommandantenhaus mit im Boot. Dessen Dachreiter soll restauriert werden und dem Gebäude wird aus den Beständen des Museums eine kleine Bronzeglocke spendiert. Sie soll an Festtagen mit den Kirchenglocken läuten. Saniert wird nach den öffentlichen Toiletten schließlich auch das Mitarbeiter-WC. Dafür sind 9000 Euro eingeplant.

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