Burg Altena soll auf die Ruhr-Top-Card

Burg Altena - immer ein lohnendes Ausflugsziel.

ALTENA - Die Vermarktung der Museen des Märkischen Kreises mit Burg Altena, dem Deutschen Drahtmuseum und der Luisenhütte in Balve-Wocklum soll im kommenden Jahr einen neuen Schub bekommen. Der Kulturausschuss des Kreises sprach sich dafür aus, die Teilnahme an der Ruhr-Top-Card zu prüfen.

Die von der Ruhr Tourismus GmbH herausgegebene Erlebniskarte im Taschenformat wurde im vergangenen Jahr fast 95 000 Mal verkauft.

Wenn gegen Ende des Jahres der Erlebnisaufzug zur Burg wie geplant fertig sei, könne die Ruhr-Top-Card für zusätzliche Besucherströme sorgen, zeigte sich Museumsleiter Stephan Sensen überzeugt von einem Erfolg. Denn der sei in der Dechenhöhle bereits messbar. Die Tropfsteinhöhle habe durch die Karte in einem Jahr 9000 Besucher zusätzlich gehabt. Die Karte kostet knapp 50 Euro für Erwachsene und berechtigt den Inhaber in allen teilnehmenden Einrichtungen zu einem einmaligen kostenlosen Besuch. „Viele Kartenbesitzer kommen aber häufiger in die Einrichtungen“, so Sensen weiter.

Allerdings sei die Zahl der teilnehmenden Erlebnisorte auf 100 begrenzt, im vergangenen Jahr war der Maximalwert fast erreicht. „Es scheiden aber immer wieder Angebote aus.“ Aus dem heimischen Raum sind neben der Dechenhöhle die Phänomenta in Lüdenscheid und das AquaMagis in Plettenberg dabei.

70 Prozent der Karteninhaber haben nach Angaben der Tourismus-Gesellschaft ihren Wohnsitz im Ruhrgebiet, 29 Prozent leben außerhalb der Ruhr-Metropolen in NRW, ein Prozent kommt aus anderen Bundesländern oder sogar dem Ausland. „Solche Vermarktungsmöglichkeiten werden in Zukunft immer wichtiger“, warb Sensen für eine Teilnahme. Schon heute kämen 30 Prozent der Museumsbesucher aus dem Ruhrgebiet. Die endgültige Entscheidung treffe letztlich der Ruhrgebiets-Tourismus.

Neben dem Fokus aufs Revier dürfe der Blick für Südwestfalen aber nicht versperrt werden, unterstrich der Museumsleiter. „Wir müssen beide Regionen ins Auge fassen.“

Ausgesprochen zufrieden war Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper mit den Besucherzahlen aus dem Jahr 2011. Mehr als 65 000 Gäste kamen zur Burg, 13 200 erlebten das Drahtmuseum und 5200 reisten zur Luisenhütte. „In dem Jahr passte einfach alles. Ein milder Winter und ein verregneter Sommer hielt die Menschen von Skipisten und Freibädern fern und lockte sie stattdessen ins Museum.“

Zwar nahmen die Touristenzahlen dann im vergangenen Jahr ab (Burg 60 428, Drahtmuseum 19 959 und Luisenhütte 3801), allerdings fehlten Sonderausstellungen auf der Burg und das Sonderevent „Luise heizt ein“ wurde bei Kälte und strömendem Regen seinem Namen nicht gerecht: Statt der erwarteten 2000 Zuschauer kamen nur die Hälfte. Spürbare Einbußen hätte die Burg bei den Familien zu verzeichnen. Eine Ruhr-Top-Card, so Sensen, könne das ändern.

Ob mehr Barrierefreiheit – wie von der UWG gewünscht – auf der Burg möglich ist, wird das Gebäudemanagement untersuchen. Dazu zählt die Erschließung des Restaurants über eine Rampe und ein Lift für den Museumsshop.

vonBernd Eiber

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