Museen öffnen abhängig von Inzidenz

Burg Altena bangt um Neustart

Verkehrsregeln: Museumstechniker Andreas Gerstendorf (l.) und sein Kollege Ralf Jellema richteten zur Eröffnung nach Lockdown 1 eine selbst hergestellte Beschilderung ein.
+
Verkehrsregeln: Museumstechniker Andreas Gerstendorf (l.) und sein Kollege Ralf Jellema richteten zur Eröffnung nach Lockdown 1 eine selbst hergestellte Beschilderung ein.

Es soll bald weitergehen: Der Märkische Kreis plant die Wiedereröffnung der Museen auf der Burg sowie des Drahtmuseums. Aber nur, wenn die Inzidenz im MK nicht massiv steigt. Was sie derzeit tut.


Altena - Jedoch wird es für einen Besuch umfangreiche, begleitende Sicherheitsmaßnahmen geben müssen. Letzte Einzelheiten müssten derzeit noch geklärt werden, sagt Ursula Erkens, Sprecherin des Märkischen Kreises. „Es sind noch organisatorische Fragen offen. Wir müssen die erst fix haben.“

Sicher ist bereits: Eintrittskarten müssen vorbestellt werden. Das soll über die Homepage der Burg, des Drahtmuseums oder des Märkischen Kreises geschehen. Dass die Tickets dann an die Besteller versendet werden, hält Erkens für nicht wahrscheinlich. Sie sollen eher selbst ausgedruckt werden oder an den Kassen bereitliegen.

Verwinkelte Burg macht Einbahn-Regelungen schwieirg

Diese Frage der Buchungsfenster zum Beispiel müsse aber erst noch vordringlich beantwortet werden. Also die Frage, in welchen Zeitabständen und für welche Dauer Termine in den Museen gebucht werden können. Für Einrichtungen wie Museen gilt nach der Corona-Schutzverordnung, dass sich pro 20 Quadratmeter nur eine Person aufhalten darf. Der Kreis wird also kräftig kontingentieren müssen. Die verwinkelte Anlage macht es ihm dabei deutlich schwerer, als es etwa an der Luisenhütte der Fall ist.

Und: Eine Wiederöffnung gibt es laut Märkischem Kreis nur unter der Voraussetzung, dass „die Inzidenzzahlen nicht massiv steigen“, macht die Kreis-Sprecherin klar. Doch genau das tun sie derzeit täglich. Am Donnerstag (11. März) stieg auf 141 an. Der mit Abstand höchste Wert in ganz NRW.

Wegen der Corona-Pandemie muss vor und in den Museen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Zudem ist der Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Besuchern und dem Personal einzuhalten. Die mögliche Zahl der Besucher der Museen und des Burghofs wird begrenzt sein.

Abstimmung zwischen Kreis und Stadt

Der Kreis als Betreiber der Museen und die Stadt Altena als Betreiber des Burgaufzugs haben am Mittwoch begonnen, ihre Konzepte zur Wiedereröffnung abzustimmen. Das werde auch in der nächsten Zeit so bleiben, sagte Bürgermeister Uwe Kober (CDU). „Wenn es machbar ist, möchten wir den Betrieb natürlich parallel wieder eröffnen.“

Hinsichtlich der Besucherzahlen sei noch keine Entscheidung gefallen, sagte Kober: „Aber es ist ja klar, dass wir nicht zehn Personen in die Aufzugskabine lassen können.“ Man habe jetzt eine gründliche Reinigung der Stollenanlage in Auftrag gegeben, außerdem soll im Aufzugsshop aufgeräumt werden. Abstandsmarkierungen werden neu aufgeklebt.

Weniger Zeitdruck herrscht hinsichtlich der Luisenhütte. „Da haben wir noch Luft“, sagt Ursula Erkens. In Balve-Wocklum geht es traditionell immer erst am 1. Mai los.

Einzelne Räume bleiben zu

In der Zeit nach dem ersten Lockdown gab es ein ausgeklügeltes Hygienekonzept in den Museen. So oder so: Es wird wohl kein reißender Besucherstrom werden, wenn es wieder losgeht. Museumsleiter Stephan Sensen hatte zur Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown von Erfahrungen aus anderen Häusern berichtet, dass die Besucherzahlen nur 20 bis 50 Prozent der Werte vor der Pandemie erreichten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare