Museen seit 28. Mai geöffnet

Burg Altena: Besucher-Andrang nach Lockdown

Die Museen auf der Burg Altena sind wieder öffnen. Die Besucher freut‘s.
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Die Museen auf der Burg Altena sind wieder öffnen. Die Besucher freut‘s.

Die Burg Altena hat wieder geöffnet - und die Leute kommen. Die erste Woche nach dem Corona-Lockdown lief super an. Für Besucher gibt es derzeit ein besonderes Schnäppchen.

Altena – Ein Anfang ist gemacht: Die Museen Burg Altena und das Deutsche Drahtmuseum haben ihre Pforten seit einer Woche wieder geöffnet. Und es läuft gut an.

Nach monatelanger Coronapause sind die Museen des Märkischen Kreises einschließlich der Luisenhütte in Balve seit dem 28. Mai endlich wieder für Besucher zugänglich, allerdings nur nach vorheriger Online-Buchung und nur in begrenzter Zahl. Auch die Nachverfolgbarkeit muss gewährleistet sein.

Mehr als 300 Besucher am Tag: Burg ausgebucht

Doch das nehmen viele Leute gern in Kauf. Wie die Familie Baumeister, die mit ihren beiden Söhnen von der Sorpe nach Altena kam, um sich das Museum auf der Burg anzusehen. „Wir sind natürlich neugierig“, sagte Karsten Baumeister vor dem Rundgang. „Die Leute kommen“, freut sich Museumspädagogin Bernadette Lange. „Die Menschen sind ja froh, dass wieder etwas möglich ist.“

Am Tag der Wiedereröffnung wurden 96 Besucher auf der Burg gezählt, 31 besuchten die Ausstellung, 19 kamen mit dem Aufzug. Am Samstag vor einer Woche kamen 191 Besucher, davon begaben sich 59 auf den Museumsrundgang und 60 nutzten den Aufzug. Am Sonntag war man schließlich mit 364 Besuchern, davon 64 im Museum, „komplett ausgebucht“, berichtet Bernadette Lange.

90 Minuten jeweils für Drahtmuseum und Burg

Den Aufzug nutzten 88 Personen. Rund 300 Besucher waren dann am Fronleichnamstag zu Gast, berichtet Museumstechniker Ralf Jellema. Den Museumsrundgang absolvierten am Feiertag 53 Besucher. Im Erlebnisaufzug zur Burg „war es am Feiertag eher entspannt“, beschreibt Irén Katona, die Kassendienst hatte. „Es muss sich eben auch herumsprechen, dass wir wieder da sind.“ 92 Besucher nutzten den Aufzug an Fronleichnam. „Sonst sind es locker drei Mal so viele“, sagt Irèn Katona.

Vom Sorpesee war die Familie Baumeister angereist, um sich das Museum auf der Burg anzusehen. „Wir sind natürlich neugierig“, sagte Karsten Baumeister vor dem Rundgang.

Das Besucherkontingent ist auf der Burg sowie im Aufzug limitiert. 30 Personen pro Stunde werden in den Aufzug gelassen. Die Burgmuseen und das Drahtmuseum dürfen jeweils sechs Besucher pro halbe Stunde besuchen, in der etwas weitläufigeren Luisenhütte sind es zehn Besucher im 30-Minuten-Takt.

Auch die Aufenthaltsdauer in den Museen ist derzeit auf eineinhalb Stunden begrenzt, die Luisenhütte dürfen die Besucher eine Stunde lang besichtigen. In der Woche startet das Zeitfenster um 9.30 Uhr und der letzte Einlass ist um 15.30 Uhr. Am Wochenende und an Feiertagen ist die erste Buchung ab 11 Uhr möglich, der letzte Einlass beginnt um 16.30 Uhr.

Prominente Gäste aus Augsburg

Wegen der zum Teil kleinen Räume und engen Durchgänge in der Burg Altena sieht das Hygienekonzept ein Einbahnstraßensystem vor. Räume, die eine Sackgasse bilden, müssen geschlossen bleiben. Besichtigt werden können aber Highlights wie die erste Jugendherberge weltweit, der Raum „Vom Schachbalken zum Adler“ mit der Ahnengalerie der Grafen von der Mark und der der sehenswerte Sprichwörterraum. In allen drei Museen und im oberen Burghof müssen medizinische Masken getragen werden.

Hinter den Kulissen wird derweil schon an der Marionetten-Ausstellung gearbeitet, die im November zu sehen sein soll. Da wird man sehr prominente Gäste haben, die auch von der Augsburger Puppenkiste zur Thoméestraße kommen.

Neues Buchungssystem für MK im Test

Die kurzfristige Umsetzung der Online-Buchung war deshalb möglich, weil der Freizeit- und Tourismusverband Märkisches Sauerland in Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis zurzeit eine Buchungsplattform für die verschiedenen Angebote in der Region aufbaut. In der Lockdownzeit waren die Vorgespräche mit Regiondo, einem Softwareanbieter für die Buchung von Tickets, Führungen und anderen Freizeitangeboten schon so weit fortgeschritten, dass jetzt eine Umsetzung innerhalb weniger Tage möglich war.

Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus beim Märkischen Kreis, sagt: „Die Buchung des Museumseintritts ist für uns ein Startschuss für dieses System. Wir hoffen, dass wir über die Plattform in Zukunft weitere Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Führungen anbieten können. Gerade für kleinere Events bietet sich so die Chance, ein größeres Publikum zu erreichen.“ Tickets können nur über www.maerkisches-sauerland.com im Halb-Stunden-Takt gebucht werden.

Besucher zahlen so viel sie möchten

Das Besondere derzeit: Das Eintrittsgeld wird nach Wunsch entrichtet: „Pay what you want“ (Bezahle was Du möchtest), beschreibt Museumspädagogin Bernadette Lange das Prinzip. Zunächst soll das bis zum 30. Juni gelten. „Wir werden uns dann mal überraschen lassen“, sagt sie mit Blick auf das Ergebnis. Wenn es keinen festen Eintrittspreis zu zahlen gibt, erlebe man auch, dass sich Besucher ungewöhnlich großzügig zeigen. Alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie im MK lesen Sie in unserem News-Blog

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