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Ein Glanzlicht für die Burg, das bleibt

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Ließen sich die gute Laune vom Regen nicht vermiesen: Mit dem ersten Spatenstich für die neue Burgbeleuchtung gab Landrat Marco Voge (4. von links) den Startschuss für den Beginn der Arbeiten.
Ließen sich die gute Laune vom Regen nicht vermiesen: Mit dem ersten Spatenstich für die neue Burgbeleuchtung gab Landrat Marco Voge (4. von links) den Startschuss für den Beginn der Arbeiten. © Wiechowski, Jona

Sie soll energiesparend, stimmungsvoll und flexibel programmierbar sein: Bei leichtem Regen gab es den Spatenstich für die neue Beleuchtung der Burg Altena.

Altena – Wer abends durch Altena fährt und zur Burg blickt, sieht derzeit nicht viel: Denn die Beleuchtung ist bekanntlich aus. Unabhängig von aktuellen Energiesparmaßnahmen war das wegen der Erneuerung sowieso geplant. Jetzt haben die Arbeiten offiziell begonnen. Wann genau sie abgeschlossen sein werden, ist noch nicht ganz absehbar. Leuchten soll die Burg aber auf jeden Fall zum Ende kommenden Jahres im Rahmen einer Glanzlicht-Aktion, die dieses Jahr ausfällt, wie Landrat Marco Voge im Gespräch mit der Redaktion erklärt und auf eine bessere Situation hofft.

Wundervoll in Szene setzen

Die Aktion Glanzlicht, die es in den vergangenen Jahren gab, habe gezeigt, wie wundervoll man die Burg in Szene setzen könnte, erinnerte sich Voge in seiner Rede vor den Beteiligten an dem Projekt. „Das war ein echtes Highlight.“ Deshalb freue er sich sehr, dass das Land NRW der Erweiterung des Heimat-Zeugnis-Projekts für die Burg Altena zugestimmt habe. „360 000 Euro hat die Märkische Kulturstiftung zusätzlich vom Heimatministerium für die Erneuerung der Burgbeleuchtung erhalten.“ Das Geld sei gut investiert, sei die Burg Altena doch ein herausragendes Bau- und Kulturdenkmal und werde durch die Beleuchtung immens aufgewertet. Der Landrat hob hervor, dass nun zeitgemäße Technik zum Zuge kommt: „Wir erhalten eine Beleuchtung mit energiesparender, programmierbarer Farbwandler-LED-Technologie. Die gesamte Steuerung erfolgt zentral und PC-gestützt.“ Heißt: „Veranstaltungen wie das beliebte Glanzlicht lassen sich so in Zukunft über die festinstallierten Leuchten programmieren.“ Zuletzt wurden für den Zeitraum immer Extra-Leuchten gebraucht – zusätzlich zur normalen Beleuchtung, die die Burg stets ohne farbenfrohe Kunst „nur“ erleuchtet hatte.

Neue Perspektive

Renate Schulte-Fiesel, Vorsitzende des Stiftungsrats der Märkischen Kulturstiftung Burg Altena, erläuterte die neuen Einsatzmöglichkeiten: Mit der Licht- und Veranstaltungstechnik, die nun installiert wird, erhalte die Burg ganz neue Perspektiven. Bei der Allgemeinbeleuchtung könnten die Burgmauern bald mit smart programmierten, stimmungsvollen, auf die Jahreszeiten abgestimmten Lichtszenen denkmalgerecht herausmodelliert werden. Einen echten Zugewinn gäbe es auch bei Events: „Wir erhalten ein neues Veranstaltungslicht für Kulturveranstaltungen auf den Burghöfen.“ Außerdem könne die Anlage für zeitlich begrenzte Sonderaktionen von Lichtkünstlern und Illuminationsplanern programmiert werden.

Großzügige Spende

Neben den Landesmitteln kann das Projekt durch eine großzügige Spende von 70 000 Euro des Vereins Freunde der Burg Altena ermöglicht werden. Deren Vorsitzender Bernd Falz freute sich in einer kleinen Rede ebenfalls sehr über den Start der umfangreichen Maßnahme – und auf ein Glanzlicht, „das nicht wieder abgebaut wird.“ Die übrigen Kosten werden durch die Märkische Kulturstiftung getragen. Marion Haunhorst und Stephan Gotzes von der Silberstreif-Planungsgruppe aus Krefeld erklärten technische Details zur neuen Beleuchtung. In dem Projekt würde eine PC-gestützte Fernsteuermöglichkeit eingesetzt. Im Hinblick auf die denkmalgeschützte Substanz würden die in der Burg vorhandenen Leuchtenpositionen weitestgehend übernommen. Das neue Leitungsnetz nutze dazu nach Möglichkeit die alten Kabelwege. Das Design der Leuchten sei bestimmt von einer zurückhaltenden, angepassten Ausführung. Außerdem würden die Hilfs- und Haltekonstruktionen wie Masten, Traversen und Montageelemente erneuert.

Ostseite wird nicht inszeniert

Eindrucksvoll inszeniert werden sollen die Nord-, Süd- und Westansicht der Burg, nicht aber die Ostseite, die unbeleuchtet bleibt. Im Innenbereich der Burg sind laut dem Märkischen Kreis die DJH-Jugendherberge, die Wege und Innenhöfe, Türme sowie der gesamte obere Burghof mit Gebäuden und Freiflächen in die Planungen mit teils festen, teils beweglichen Leuchten einbezogen worden.

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