Auf Burg Altena ist bald ein Großputz fällig

+
Staub und Schmutz überall: Die Bauarbeiten am Aufzug hinterlassen Spuren.

ALTENA - Nicht nur, dass immer wieder die Feuerwehr fehl-alarmiert wurde – der aus geplatzten Schläuchen ausgetretene Betonstaub hat auch Teile der Burg erheblich verdreckt. Wenn die Auskleidung des Schachtes abgeschlossen ist, steht dort wohl ein Großputz an.

Wie erfolgreich der sein wird, bleibt abzuwarten – einfach abspritzen kann man das Sand-/Zementgemisch womöglich nicht. Das verdeutlicht ein Blick auf die Schieferdächer. Im unmittelbaren Umfeld der Baustelle sind sie grau statt schwarz, selbst stärkere Regenfälle haben es nicht geschafft, den Dreck zu entfernen. Abzuwarten bleibt, ob nicht am Ende eine dünne Betonschicht auf den Schindeln liegt.

Ärgerlich auch der Zustand der „Spendensteine“, mit denen ein Teil des Rundwegs um die Burg gepflastert ist. In das historische Pflaster wurden die Namen jener Spender eingemeißelt, die vor fünf Jahren mit nicht unerheblichen Summen die Sanierung der Burgmauern unterstützte. Eine Betonpampe hat sich auf das Pflaster gelegt, die Inschriften sind kaum noch zu entziffern. Hinzu kommt, dass das Pflaster insbesondere vor dem Burgtor durch den Schwerlastverkehr arg in Mitleidenschaft gezogen worden ist und teilweise neu verlegt werden muss. Insider berichten, dass es im unmittelbaren, dutch einen Bauzaun nicht einsehbaren Umfeld der Baustelle massive Betonaustritte gegeben habe, zum Teil sei überhaupt keine Verfugung des Pflasters mehr zu erkennen. Auch die Bodenbeleuchtung ist zum großen Teil beschädigt. Über den Zustand der Bänke auf dem Burghof ärgern sich Mitarbeiter des Museums vor allem deshalb, weil sie die Bretter der Bänke erst im vergangenen Jahr gestrichen haben. „Das müssen wir jetzt schon wieder machen, anders bekommen wir das nicht weg“, schimpfte am Dienstag einer von ihnen. Immerhin blieb der meiste Dreck draußen – ihm sei nicht bekannt, dass der Betonstaub sich auf Exponate gelegt habe oder gar in Vitrinen eingedrungen sei, sagte Museumsleiter Stephan Sensen am Dienstag auf Anfrage.

Das Gebäudemanagement des Märkischen Kreises hat ebenfalls ein Auge auf die Vorfälle: Natürlich würden Schäden und Verunreinigungebn genau dokumentiert, sagte Kreispressesprecher Hendrik Klein am Dienstag. Der Kreis erwarte, dass nach Abschluss der Arbeiten repariert und sauber gemacht werde. Ob der Zementstaub sich wirklich – wie von der Baufirma angegeben – rückstandslos beseitigt werden könne, bleibe abzuwarten. Neben Deilmann-Haniel steht nach Ansicht des Kreises auch die Stadt Altena als Auftraggeber in der Pflicht.

von Thomas Bender

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare