Christel Voßbeck-Kayser nur auf Platz 50

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Nominierung 2016: Christel Voßbeck-Kayser mit Thorsten Schick.

Altena - Kein sicherer Listenplatz für Christel Voßbeck-Kayser? Danach sieht es aus, nachdem der CDU-Landesvorstand am Montag seinen Vorschlag für die Landesvertreterversammlung am 18. Februar formulierte. Danach soll Voßbeck-Kayser auf Platz 50 der Reserveliste gesetzt werden.

Natürlich sei sie darüber alles andere als glücklich, sagte die Abgeordnete am Dienstag und erinnerte daran, dass sie 2009 auf Listenplatz 29 und 2013 auf Listenplatz 34 geführt wurde. CDU-Insider betonten, die Entscheidung des Landesvorstandes habe nichts mit der Arbeit der Abgeordneten zu tun – die werde weithin anerkannt. Der CDU-Bezirk Südwestfalen habe aber bei seinen Vorschlägen an den Landesvorstand anderen – und durch die Bank männlichen – Bewerbern mehr Bedeutung zugebilligt.

Paul Ziemiak auf Platz 11

Das gilt vor allem für Paul Ziemiak, den Bundesvorsitzenden der Jungen Union, der auf Platz elf gut abgesichert ist. Der kandidiert zwar im Wahlkreis Bochum I/Herne und damit im Ruhrgebiet, wird als Iserlohner aber dem Bezirk Südwestfalen zugeordnet. Auch Matthias Heider, der Kandidat für den Südkreis, soll besser abgesichert werden als Voßbeck-Kayser. Der Lüdenscheider ist Bezirksvorsitzender der einflussreichen Mittelstandsvereinigung.

Bei der Bundestagswahl 2013 zog Platz 50 der CDU-Reserveliste noch. Dass das auch 2017 so sein wird, ist aber unwahrscheinlich – vor vier Jahren gingen über 15 Prozent der Stimmen an Parteien, die an der Fünfprozenthürde scheiterten. Mit einem Wahlergebnis von nur etwas über 40 Prozent holte die CDU damals 49 Prozent der Sitze.

Auch Thorsten Schick enttäuscht

Auch für ihn sei die Entwicklung enttäuschend, sagte am Dienstag der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Thorsten Schick. Christel Voßbeck-Kayser setze sich engagiert für ihren Wahlkreis und die Region Südwestfalen ein und habe in den vergangenen vier Jahren viel erreicht. Wie er setzt auch die Abgeordnete selbst darauf, dass das im Wahlkreis anerkannt wird und dass sich Voßbeck-Kayser deshalb Hoffnungen auf das Direktmandat machen kann. Sie habe schon bei ihrer Nominierung gesagt, dass das ihr Ziel sei, sagte sie am Dienstag. „Die CDU kann das schaffen“, bekräftigte Schick.

Allerdings lässt das auch Erinnerungen an die Wahl vor vier Jahren aufkommen. Damals sah es lange so aus, als würde Voßbeck-Kayser das Rennen machen. Am Ende hatte ihre SPD-Kontrahentin Dagmar Freitag aber doch ganz knapp die Nase vorn. Sie holte das Direktmandat mit einem Vorsprung von 54 Stimmen.

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