Zweistündiger Besuch in Altena endet im Döner-Grill / Video und Fotostrecke online

Bundespräsident Steinmeier besucht Ort des Angriffs auf Bürgermeister Hollstein

[Update, 18.26 Uhr] Altena - Hoher Besuch in Altena: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war am Dienstagnachmittag (13. März) für gut zwei Stunden zu Gast an der Lenne. Begleitet wurde er von seiner Frau Elke Büdenbender, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und dessen Gattin sowie von Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier traf am Nachmittag in Altena ein. Empfangen wurde er an der Lenneuferstraße von Bürgermeister Andreas Hollstein, vielen Medienvertretern - und viel Regen.

Das offizielle Besuchsprogramm begann am Burgaufzug. Dort sagte Steinmeier, dass er auch wegen der Vorkommnisse vom November nach Altena gekommen sei. Damals wurde Hollstein Opfer eines Mannes, der ihn in einer Dönerbude mit dem Messer attackiert hatte

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte mitten im laufenden Betrieb unangekündigt den Döner-Grill in Altena, in dem im vergangenen November Bürgermeister Andreas Hollstein mit einem Messer angegriffen worden war. Er unterhielt sich mit Inhaber Ahmet Demir.

Diesen Dönerimbiss besuchte Steinmeier dann auch noch zum Abschluss seines Aufenthaltes persönlich - im Protokoll war dieser Besuch nicht vorgesehen. Steinmeier und Laschet sprachen mit dem türkischstämmigen Inhaber des Döner-Grills, Ahmet Demir. Für ihn dürfte der unangekündigte Besuch ohne Frage eine große Ehre und Anerkennung seiner Zivilcourage gewesen sein.

Zusammen mit seinem Vater Abdullah war Demir Hollstein zu Hilfe gekommen und hatte den Angreifer abgewehrt. Der 56 Jahre alte Tatverdächtige hatte laut Staatsanwaltschaft ein fremdenfeindliches Motiv.

Vom Burgaufzug aus ging der Tross durch die Lennestraße. Steinmeier besuchte "Tante Carola's", einen von der Stadt unterstützten Pop-Up-Store. Auf dem Weg zur Burg Holtzbrinck gab sich Steinmeier bürgernah und stellte sich für Selfies zur Verfügung.

Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Altena

In der Burg Holtzbrinck trugen sich Steinmeier, Büdenbender und Laschet in das Goldene Buch der Stadt ein. Anschließend trafen sie sich mit einer Flüchtlingsfamilie und so genannten "Kümmerern". Dieses Gespräch fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Sicherheit geht vor: Auch ein Spürhund kam zum Einsatz.

Viele Sicherheitskräfte sind für den Besuch Steinmeiers nach Altena beordert worden. Bereits zwei Stunden vor dessen Eintreffen warteten in der Sauerlandhalle mehr als 200 Polizisten auf den Beginn ihres Einsatzes.

Die Innenstadt war während des Besuchs aus Sicherheitsgründen für den Autoverkehr gesperrt.

Viele Menschen warteten bei regnerischem Wetter nicht an der Lenneuferstraße nicht auf Steinmeier. Das Interesse am Staatsoberhaupt hielt sich in Grenzen.

Mehr als 200 Polizisten vor dem Beginn des Einsatzes.

"Wegen des Staatsbesuchs bleibt unser Geschäft am Dienstag geschlossen!“ – Mitteilungen wie diese fanden sich bereits am Montag an einigen Geschäften der zentralen Innenstadt. Lesen Sie hier, wie sich Altena für das Staatsoberhaupt herauspgeputzt hat.

Bundespräsident Steinmeier besucht NRW - Tag 1

Bundespräsident Steinmeier besucht NRW - Tag 2

Altena war für Steinmeier und seine Gattin Elke Büdenbender die dritte von vier Stationen am Dienstag. Am Morgen war er in den Problembezirken Duisburg-Marxloh und Dortmund-Nordstadt. Das zweitägige Besuchsprogramms in NRW soll am Abend mit einem Bürgerempfang in Arnsberg enden.

Rubriklistenbild: © Mark Hermenau/Land.NRW/dpa

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