"Präsident" zu Besuch

Büssing-Oldtimer lockt Blicke an

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Ein Bus, in dem man tanzen kann, denn er hat nur 28 Plätze: Dieses schöne Fahrzeug verdient noch die altmodische Bezeichnung Omnibus und bringt eine interessante Geschichte mit.

Altena - Staunende Blicke an der Lenneuferstraße und später auf dem Langen Kamp. So einen Bus sieht man nicht alle Tage.

Ein motorisiertes Schmuckstück aus der Produktion der angesehenen Firma Büssing in Braunschweig, Baujahr 1965, machte der Stadt seine Aufwartung. Das Fahrzeug gehört einem Dortmunder Busunternehmen, das eine Reisegruppe zu einem Tagesausflug in die Stadt brachte. Auf dem Programm standen Erlebnisaufzug, Burgbesichtigung und eine Filmvorführung im Apollo-Kino.

Und das alles mit einem Bus-Oldie, der nicht umsonst als Salon-Bus bezeichnet wird. Statt engen Vierer-Sitzgruppen gibt es auf beiden Seiten nur Reihen von je zwei Sesseln – zwischen ihnen steht ein Tischchen mit einer kleinen Lampe darauf. Die Sitze sind plüschig und auf den Rückenlehnen liegen Schonbezüge mit der Aufschrift „Erster Klasse“. An Bord ist eine kleine Küche im Retro-Stil. Und es gibt nur 28 Plätze, also viel Raum für die Fahrgäste. „Da kann man drin tanzen“, meint Anja Fischer, Inhaberin der Busfirma TRD, für die der Büssing unterwegs ist.

Das kräftige Volant und die davor liegende Instrumententafel mit den Schaltern haben noch etwas von einem Steuerstand.

Genau genommen ist es übrigens ein Büssing Präsident, der da die Burgstadt besuchte. Der Wagen befindet sich weitgehend im Originalzustand und hat eine durchaus interessante Geschichte. Er wurde einst gebaut für den Vorstand der Hagener Straßenbaubetriebe und diente diesem offenbar für launige Ausflüge. Seit 25 Jahren ist er in Besitz des Dortmunder Busunternehmens.

Das markante Löwen-Wappen der Firma Büssing. Das Braunschweiger Unternehmen genoss einen guten Ruf.

Die Maschine habe sich über die Jahre als sehr robust erwiesen, lobt der Fahrer. Auf der „Uhr“ stehen jetzt 492 000 Kilometer.

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