Bürgerpreis für Ursula Panke

Ursula Panke mit Schülern, die an ihrem Projekt teilnehmen.

ALTENA ▪ Ursula Panke ist Trägerin des Alnae Bürgerpreises 2011. Sie wird damit für ihre Aktivitäten in den vergangenen vier Jahren ausgezeichnet: Aktive Mitarbeit am Nais-Projekt und am Stellwerk, Engagement für Demenzkranke, vor allem aber Arbeit mit jungen und alten Menschen im Ellen-Scheuner-Haus.

Diese „intergenerative Zusammenarbeit“ lobte Bürgermeister Andreas Hollstein ganz besonders, bevor er Blumenstrauß, Zinnteller und (von der Baugesellschaft gespendet) Restaurant-Gutschein übergab.

Ursula Panke hat 2007 ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem Schüler der Hauptschüler mit Bewohnern des Ellen-Scheuner-Hauses malen. Das führe dazu, dass die Generationen aufeinander zugingen, sagte der Bürgermeister und betonte vor allem, dass dadurch das Selbstbewusstsein junger Menschen gestärkt und ihnen auch berufliche Perspektiven aufgezeigt würden.

Das liege ihr ganz besonders am Herzen, sagte die Bürgerpreisträgerin in ihrer kurzen Dankesrede und bat die Jugendlichen nach vorne, die am Projekt teilnehmen und den Neujahrsempfang besuchten. Ursula Pankes Dank galt den Lehrern der Hauptschule und Scheuner-Chefin Christa Kisser mit ihrem Team für die Unterstützung.

Ansprache des Bürgermeisters

Der Preisverleihung ging die übliche Neujahrsansprache des Bürgermeisters voran. Einmal mehr beschäftigte Dr. Andreas Hollstein sich mit dem ehrenamtlichen Engagement der Altenaer: Zupacken sei allemal besser als „nörgeln und schlechtreden“, wie das in den letzten Wochen „an den Stammtischen“ zunehmend geschehe. Deswegen werde keiner abgewiesen, der sich – in welcher Form auch immer – für Altena engagieren wolle.

Hollstein nannte die Tätigkeitsfelder, die 2011 angepackt werden müssten und streifte den Burgaufzug („eines der zentralen Projekte“) dabei nur am Rande. Ausführlicher ging er auf das Tourismuskonzept ein: Es werde im ersten Halbjahr intensiv mit den Bürgern besprochen. Außerdem müsse man jetzt daran gehen, die untere Lennestraße aufzuwerten. Wie das geschehen soll, ließ der Bürgermeister offen, deutete aber an, dass die Stadt auch hier nach neuen Wegen suchen werde.

Etwas überraschend kündigte Hollstein an, dass 2011 nicht nur Innenstadt-Projekte anstehen „Wir werden versuchen, in Dahle einiges auf die Beine zu stellen“, sagte er und sprach von „einem Ansporn auch für andere Stadtteile“.

Erfreut über

Wirtschaftsaufschwung

Erleichtert zeigte sich das Stadtoberhaupt über das Ende der konjunkturellen Talfahrt: Die Auftragsbücher der Firmen seien voll, Investitionen fänden wieder statt – „eine sehr erfreuliche Tendenz“, betonte Hollstein und freute sich mit den Altenaer Familien, „deren Sorgen damit beendet worden sind“. Monatelange Kurzarbeit habe manche Bürger finanziell erheblich belastet.

„Mit ihren Protesten haben Sie dazu beigetragen, dass das Krankenhaus eine zweite Chance– und mehr ist das noch nicht – bekommen hat“, sagte Hollstein an das Publikum gerichtet. Er sprach von einem „Lackmus-Test“ für die katholische Kirche. Ihr Umgang mit dem Krankenhaus entscheide darüber, wie ihre Position in der Stadt zukünftig aussehen werde.

Immerhin: Für die musikalische Begleitung hatte sich die Stadt katholischen Beistand geholt. Es sang der St. Matthäus-Jugendchor unter Leitung von Stefan Lehmkuhl.

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