Bürgerpreis für Beatrix Class

Bürgermeister Dr. Andreas Hillstein würdigte die Verdienste von Beatrix Claas

ALTEN ▪ „Warum denn ich?“ – Beatrix Claas reagierte wie die meisten anderen Träger des Bürgerpreises, als Bürgermeister Dr. Hollstein sie in diesen Tagen anrief und zur Preisverleihung im Rahmen des Neujahrsempfanges bat. Die Dahlerin wurde gestern für ihr jahrelanges Engagement im Förderverein für das Dahler Frei- und Hallenbad geehrt.

Das „intensive und beispielhafte“ Engagement von Beatrix Claas habe dazu geführt, dass innerhalb von sechs Jahren das gelungen sei, woran anfangs viele nicht geglaubt hätten, sagte Andreas Hollstein in seiner Laudatio auf die Preisträgerin: Rund 100000 Euro habe der Förderverein zusammengetragen, um eine Spaßrutsche für das Schwimmbad finanzieren zu können. Viele Sponsoren hätten daran mitgewirkt, sagte Hollstein und nannte stellvertretend die Stadtwerke, die im Jahr 2011 entscheident zur Umsetzung der Pläne beigetragen hätten. Es seien aber auch -zig Aktionen wie Hallenbad-Discos oder Stände auf dem Weihnachtsmarkt erforderlich gewesen, um das Ziel zu erreichen. Hollstein: „Das war ein Kraftakt, der aller Ehren wert ist“.

Engagement für die Rutsche

Nicht nur sie habe sich für die Rutsche stark gemacht, betonte die Bürgerpreisträgerin. Es sei Ziel vieler Menschen gewesen, die Attraktivität des Bades zu steigern. „Es war immer unser Ziel, dass auch Altenaer in Dahle schwimmen gehen“, sagte sie. Das sei schon lange so, jetzt trage die Rutsche zur weiteren Attraktivitätssteigerung bei.

Vor dem Neujahrsempfang versammelten sich viele der Teilnehmer zu einem ökumenischen Gottesdienst in der Lutherkirche. In der Burg Holtzbrinck gab es dann eine musikalische Begrüßung durch Andrea Waesch und Herbert Frank, bevor der Bürgermeister das Wort ergriff und auf das Jahr 2011 zurückblickte.

Hollstein begann mit einer guten und bisher unbekannten Nachricht: „Völlig atypisch“ habe die Stadt nach Weihnachten noch Gewerbesteuereingänge verzeichnen können und es damit auf Gesamteinnahmen von 7,4 Mio. Euro gebracht. Das sei zwar nicht ganz das, was man erwartet habe, sagte der Bürgermeister, erinnerte aber auch daran, dass der Kämmerer zwischendurch nur mit sechs Mio. Euro Gewerbesteuer gerechnet habe. „Mindestens genauso sehr“ freue er sich über die unerwartet hohen Einnahmen aus der Einkommenssteuer, sagte der Bürgermeister. Sie zeugten davon, dass es „den meisten Menschen hier ziemlich gut geht“.

Warnung an Europa-Skeptiker

„Ein Zuckerjahr“ sei das zuEnde gegangene Jahr gewesen, sagte Hollstein mit Hinweis auf Projekte wie das Krämerdorf und den Burgaufzug, für die in 2011 der Anfang gemacht wurde. Er wies auf das Renommé hin, dass damit verbunden sei – „wir hatten ja sogar das Landtagspräsidium im Stollen“, außerdem habe die Stadt den Westfalensprung und andere Auszeichnungen erhalten. Hollstein würdigte auch das Engagement der Bürger in den Vororten und nannte den Dahler Dorfladen und die Nachbarschaftsinitiativen am Knerling und in Evingsen als Beispiel. Hier und in der Innenstadt engagierten sich „sicher 1000 Bürger“, denen Dank gebühre. Positiv sei natürlich auch die Entwicklung des Krankenhauses gewesen.

Hollstein wagte auch einen Ausblick und ging dabei auch auf ein Thema von überörtlicher Bedeutung ein. „Wir können hier nur gut leben, wenn Europa weiter und noch enger zusammenwächst, schrieb er den Euro-Skeptikern ins Stammbuch – da klatschte nicht nur sein Vorgänger (und Ex-Europaparlamentarier) Günter Topmann.

Ein wichtiges Thema werde im kommenden Jahr die Sekundarschule sein und die weiteren Schritte zur interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Altena und Nachrodt, sagte der Bürgermeister. „Wir werden da als Partner zusammenarbeiten“, versprach er. Ein Unsicherheitsfaktor sei weiterhin der Stärkungspakt des Landes – noch immer wisse niemand, welche Auflagen mit dieser Landeshilfe verbunden seien. ▪ ben.-

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare