Bürgermeisterwahl in Altena: Uwe Kober (CDU) im Porträt

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Uwe Kober (CDU) tritt als Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl in Altena an.

Tierlieb, Motorradfan, ehrenamtlich engagiert und der Liebe in Ungarn verfallen: Das ist Bürgermeisterkandidat Uwe Kober (CDU).  

Altena – Gemeckert wird bei Kobers nicht. Das macht einfach die Ziege, die aber selten schimpft, vielmehr lieber gekrault wird – dort, wo sie am Rücken nicht mehr selbst dran kommt

Uwe Kober tut Amanda gern den Gefallen. Die Ziege ist schließlich schon 15 Jahre alt und gehört zur Familie – genau wie Siva aus Ungarn, ebenfalls ein Vierbeiner, „irgendein Mischling zwischen Dackel und Dobermann“, sagt Uwe Kober und lacht. 

Siva liegt auch auf der Coach, wenn es keiner sieht. Amanda dagegen bleibt draußen. Und überhaupt gehört jeder, der bei Bürgermeisterkandidat Uwe Kober (CDU) in der Nähe wohnt, offenbar zur großen Familie. Grillfeste inklusive.

Kommunalwahl in Altena: Raus aus dem Alter für schnelle Motorräder

Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe – so lernt man Uwe Kober privat kennen. Ein Mann, der sich und seine Lieben nicht gern fotografisch vor einem Bärenfell verewigt sehen möchte – „abgesehen davon, dass ich keines habe“, sagt er schmunzelnd. 

Was er aber sehr wohl hat: zwei Motorräder. Die Kawasaki F10 will Uwe Kober jetzt verkaufen. „Da hat wohl der Kopf gedacht, dass ich noch 20 bin.“ 

Störender Bauch am Tank bis hin zu leidenden Knie: „Da war schon nach den ersten 100 Kilometern klar, dass das nichts für mich ist“, sagt Uwe Kober witzelnd zum grünen Feuerstuhl.

Kommunalwahl in Altena: Uwe Kober geht's lieber ruhig an

 Bequemer ist da die Yamaha Faber. „Ich bin auch eher ein ruhiger Fahrer“, erzählt der Christdemokrat, der gern in Altena Bürgermeister werden möchte – in seiner Lieblingsstadt, in der er aufgewachsen ist, in der er Ewigkeiten Handball gespielt hat (halb links), in der er bei der Feuerwehr und bei den Schützen Mitglied ist, und in der er im Alter von sechs Jahren seinen ersten Hund bekam. 

Es war ein Rottweiler. „Wir hatten in Spitzenzeiten vier Rottweiler“, erzählt Uwe Kober von der Zeit, als er mit seinen Tieren Gebrauchshundesport betrieben hat. Später dann ging die Schule vor, aber die Liebe zu Hunden blieb. 

2015 musste er seinen Schäferhund einschläfern lassen. Ein Tumor in der Schnauze ließ das geliebte Tier nur fünf Jahre alt werden. Und als die Kobers wenig später in Ungarn waren, brachten sie den Mischling Siva mit, der dringend ein gutes Zuhause benötigte. 

Kommunalwahl in Altena: Die Liebe in Ungarn gefunden

Apropos Ungarn: Dort hat Uwe Kober seine Frau Csilla kennengelernt. Seit 25 Jahren sind die beiden ein Paar. „Wir haben uns im Urlaub kennengelernt, als ich als mittelloser Abiturient keine Alternative hatte, als mit meinen Eltern in den Urlaub zu fahren“, erinnert sich der heute 55-Jährige lachend. 

Seine Eltern und seine jetzigen Schwiegereltern waren befreundet. „Als ich meine Frau das erste Mal gesehen habe, war sie elf Jahre alt.“ 

Gefunkt hat es sieben Jahre später. „Als wir uns trafen, war Ungarn kommunistisch – mit Grenze und Panzern, Visum und Durchsuchungen. Ich habe es trotzdem immer geliebt, dort zu sein, weil sich alle halfen. Meine Frau kommt aus einem kleinen Dorf, wo jeder jeden kannte, wo man selbst als Tourist herzlich aufgenommen wurde.“ 

Kommunalwahl in Altena: Großes Familientreffen jedes Jahr

Csilla ist gelernte Krankenschwester, die direkt nach ihrer Ausbildung ihre Heimat für die große Liebe verließ. Aber jedes Jahr gibt es ein großes Wiedersehen mit der Familie in Ungarn. 

1062 Kilometer fahren die Kobers dann in einem Rutsch. „Ich lege kein Wert auf Autos, aber ich fahre gerne Auto.“ Uwe Kober kann Ungarisch gut verstehen, „aber ich spreche es nur bruchstückhaft“ – ebenso die beiden Töchter, die sich mit der Oma aber verständigen können.

Kommunalwahl in Altena: Ehrenamt "wird man nicht mehr los"

 „Wir leben in Deutschland und die Kinder sollten vernünftig Deutsch lernen“, erklärt Uwe Kober, warum Nina und Cara nicht zweisprachig aufgewachsen sind. Mitgegeben haben er und seine Frau den jetzt erwachsenen Mädels, wie wichtig Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit im Leben sind – vom sozialen Engagement ganz zu schweigen.

 „Wenn man ein Ehrenamt hat, wird man es in der Regel nicht mehr los“, sagt Uwe Kober, der seine privaten Engagements sehr liebt. 

Seit 1990 kümmert er sich zum Beispiel um die Kasse der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr. Und auch, wenn er heute nicht mehr nachts im Schlafanzug in die Garage rennt, um dann in Uniform zum nächsten Einsatz zu eilen, ist und bleibt er eng mit der Feuerwehr verbunden.

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