Einstimmig gewählt

Diese Kandidatin fürs Bürgermeister-Amt schicken die Grünen ins Rennen

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Sie stehen auf den vorderen Plätzen der Reserveliste – im Moment stellen die Grünen vier Ratsmitglieder.

Altena -  Der Altenaer Ortsverband der Bündnisgrünen hat sich am Dienstag für die Kommunalwahl im September aufgestellt. Als Bürgermeisterkandidatin schicken die Grünen Katharina Hübenthal ins Rennen.

Die Juristin ist parteilos und führt auch die Reserveliste an, die einstimmig beschlossen wurde. „Meine Ideen für Altena möchte ich als Bürgermeisterin umsetzen – aber auch dann, wenn ich nicht Bürgermeisterin werden sollte. In dem Fall würde ich sie in den Rat einbringen“, sagte Hübenthal. Deshalb bewerbe sie sich für den ersten Listenplatz, über den sie ein Ratsmandat für die nächste Legislaturperiode erlangen will. Einstimmig votierten die Mitglieder für diese Platzierung.

Die Plätze zwei bis vier der Reserveliste belegen Dr. Rita Rüth, der Fraktionsvorsitzende Oliver Held und die Ortsverbandsvorsitzende Judith Köster, die den Parteitag in der Dahler Schützenhalle leitete. „Ich habe viel Spaß an dem neuen Wind, der durch unseren Ortsverband weht“, sagte Rüth. Eigentlich habe sie sich nicht für die kommende Wahlperiode aufstellen lassen wollen, sich aber in letzter Minute noch umentschieden. Durch ihre Erfahrungen in der Kommunalpolitik könne sie als Ratsfrau unter anderem auch den jüngeren Kandidaten zur Seite stehen, betonte Rüth.

Oliver Held, langjähriger Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, betonte, dass er der politischen Linie treu bleiben wolle. „Wir haben im Rat immer unangenehme Themen angesprochen“ sagte Held. Er kündigte an, dies beizubehalten, damit an Lösungen gearbeitet werden könne. „Es gibt viele Punkte, die mich in Altena schmerzen, ein Patentrezept dafür gibt es allerdings nicht.“ Für wichtig erachte Held die Netzwerkarbeit. In dem Bereich hat er durch seine langjährige Tätigkeit als Präsidiumsmitglied des Städte- und Gemeindebundes Erfahrungen und Kontakte.

Man müsse über den eigenen Tellerrand hinausblicken, sich mit anderen Kommunen und der Landesregierung abstimmen, sagte Held. Ein Punkt, den übrigens auch Katharina Hübenthal in den Fokus ihrer Rede rückte. Als Beispiel nannte sie den Lenneradweg, dessen Ausbau man zwar in Altena voranbringen könne, dies allein sei aber nicht zielführend. Denn schließlich führe die Route auch durch andere Städte. Held: „Ein guter Kontakt nach Düsseldorf ist wichtig, um weitere Fördermittel nach Altena zu holen.“ Die wiederum könnten die Stadtentwicklung vorantreiben. Als wichtigen Punkt sieht der Fraktionsvorsitzende die Ansiedlung eines Lebensmittelhändlers in der Innenstadt an, der mehr Leute in die Fußgängerzone locken und damit den Einzelhändlern Kunden zuspielen könnte.

„Es gibt unglaublich viele Leute, die meckern, aber wenige Menschen, die sich für bessere Lösungen engagieren“, sagte während ihrer Vorstellungsrede Ortsverbandsvorsitzende Judith Köster, die den vierten Listenplatz belegt. Das habe sie in Altena erstmals wahrgenommen, als 2010 über den Burgaufzug diskutiert wurde und sich deshalb im Stadtentwicklungsausschuss engagiert. Mittlerweile sitzt Köster seit acht Jahren in Fachausschüssen und betont, sie „habe Blut geleckt“. Kösters Schwerpunkte sollen in der nächsten Legislaturperiode die Stadtentwicklung und und Kindergärten sein. Schon seit Jahren setzten sich die Grünen dafür ein, dass städtische Kindergärten etabliert werden, betonte Köster. Das wolle sie vorantreiben, um ein breiteres Angebot für junge Familien zu schaffen.

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