Bürgerbusverein rührt die Werbetrommel

Zehn Prozent weniger Fahrgäste

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Werbung für den Bürgerbus machte Bernd Reinshagen während seines Jahresberichts.

Altena – „Fahrt alle ganz oft mit dem Bürgerbus und macht reichlich Werbung. Wir wollen nämlich nicht über den Tag sprechen, an dem wir nicht mehr fahren werden“, rief Bernd Reinshagen als Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins Altena den Teilnehmern der Jahreshauptversammlung im Hotel am Markt zu.

Der Grund für seinen Appell: Im vergangenen Jahr seien die Fahrgastzahlen des Vereins um knapp zehn Prozent gesunken und neue Fahrgäste zu gewinnen, sei nicht einfach. Dennoch bemühe sich der Verein seit Jahren, „für die Bevölkerung und Fahrgäste ein verlässlicher und kompetenter Partner zu sein. Wir machen viele Wünsche möglich, die mit anderen Verkehrsmitteln im öffentlichen Nahverkehr nicht möglich sind.“

Der Bürgerbus bringe seine Fahrgäste bis in die entlegensten Straßen verschiedener Stadtviertel. Dies war nur ein Thema, das Reinshagen in seiner Rückschau auf das vergangene Jahr ansprach. Darüber hinaus stand auch die Wiederwahl mehrerer Vorstandsmitglieder auf der Tagesordnung. Neben Geschäftsführer Herbert Fritz wird auch Schriftführer Volker Stehl sein Amt weiterführen. Desweiteren wurden von der Versammlung Martin Hinz und Hardo Kirchhoff als Beisitzer bestimmt. Zudem rückte Monika Stehl als 1. Kassenprüferin nach. Unterstützung erhält sie von Barbara Leinweber.

Als Bernd Reinshagen zu seinem Geschäftsbericht ansetzte, freute er sich zunächst darüber, dass auch im vergangenen Jahr mit Harald Groß ein neuer Fahrer gefunden werden konnte. Dennoch ist der Bürgerbus-Verein auch weiterhin auf Nachwuchssuche und wäre vor allem dankbar, wenn sich auch Frauen für die Mitarbeit begeistern könnten. Im April vergangenen Jahres stand der Umzug des Bürgerbus-Vereins in die ehemalige Lehrwerkstatt in Winkelsen an. Der Höhepunkt sei aber die gemeinsame Reibekuchenfahrt nach Ahrweiler im Juni gewesen. „Unser neuer Fahrplan ist am 1. August in Kraft getreten. Jetzt haben wir einen festen Stundentakt“, berichtete Reinshagen weiter. Die Vorbereitungen hierzu seien mit einem gewissen Aufwand verbunden gewesen. „Nun hoffen wir, dass dieses Angebot auch angenommen wird, um den derzeit hohen Standard damit auch erhalten zu können.“ Während des Mittelaltermarkts habe der Bürgerbus-Verein zwischen dem 3. und 5. August mit zwei Fahrzeugen, zwölf Fahrern und zehn Frauen an der Kasse rund 1800 Personen zur Burg befördert. Erstmals war der Bus im vergangenen Jahr auch an Weihnachten und Silvester im Einsatz. „Jeweils am Montag wollten wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, nach dem Wochenende und vor den Feiertagen noch einige Dinge erledigen zu können.“ Übrigens haben sich die Mitglieder des Vereins unlängst einen „Bürgerbus „der neuesten Generation angesehen“ und sind damit einige markante Stellen im Stadtgebiet abgefahren. Bis zur Anschaffung eines neuen Busses ist es aber noch zwei Jahre Zeit. Bleibt noch die Statistik, die Kassierein Marie-Luise Petig vortrug. Im vergangenen Jahr wurden rund 14000 Personen befördert, darunter 4268 mit einem Behindertenausweis, was einen Anteil von mehr als 30 Prozent ausmacht.

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