Bürgerantrag eingereicht / Initiative will kreisweit tätig werden

AL soll wieder fahrtüchtig werden

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Einfach schön: Nicht nur dieser sehenswerte Daimler-Benz, auch die alten Kennzeichen haben viele Liebhaber.

Altena - Der Kreistag hatte sich 2012 dagegen entschieden, alte Autokennzeichen wie AL, LÜD oder IS wieder einzuführen. Das aber wollen Bernd Kern, Vorsitzender des Motorsportclubs MSC Altena, und der Iserlohner Hans Immanuel Herbers, UWG-Piraten-Fraktion, so nicht stehen lassen.

 Im Clubheim des MSC am Hünengraben kündigten sie  am Freitagnachmittag an, mit einer kreisweiten Bürgerinitiative unter dem Motto „Unsere Heimat - Unsere Wahl“ die Rückkehr der historischen KFZ-Kürzel doch noch zu ermöglichen. Es ist dazu ein Bürgerantrag an den Kreistag ergangen.

„Dass die freie Wahl der Kennzeichen AL, IS und LÜD uns weiter verweigert wird, ist eine Bevormundung“, so der Wortlaut des Antrags. Viele Menschen identifizierten sich mit ihrem Heimatort, heißt es weiter.

„Wir wollen, dass in den alten Kreisen Altena, Iserlohn und Lüdenscheid dies auch die Kfz-Kennzeichen ausgedrückt werden kann.“ Ratsbeschlüsse – so zum Beispiel 2014 in Iserlohn –, aber auch Umfragen und Unterschriftensammlungen hätten gezeigt: „Sehr viele identifizieren sich nach wie vor mit ihren alten Kennzeichen.“

In Altena, so Herbers, habe die Zustimmung zur Wiedereinführung des AL-Kennzeichens bei einer Umfrage im Jahr 2011 bei 86 Prozent gelegen.

Bernd Kern und Hans Immanuel Herbers widersprechen in dem Bürgerantrag im Übrigen dem Argument, dass durch die – wahlfreie – Wiedereinführung der alten Kennzeichen ab 2020 ein erhöhter Verwaltungsaufwand entstünde: „Argumente einer komplizierteren Verwaltung sind bundesweit längst wiederlegt.“ Der Kreis würde zudem durch Gebühren für die Wunschkennzeichen Mehreinnahmen erzielen können. „Das zeigen jahrelange Erfahrungen“, so Kern und Herbers.

In dem Antrag wird ein weiteres Argument nachgereicht: Niemand müsste sein Kennzeichen ändern. Das Kürzel MK stünde weiter als Standardkennzeichen für den ganzen Kreis. Jedoch: „Wir wollen die gesetzlich längst mögliche freie Wahl endlich auch bei uns.“ Werde der Kreistag den Bürgerantrag ablehnen, dann will die Initiative einen Bürgerentscheid herbeiführen.

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