Altenaer entscheiden über Schulzukunft

Das Gutachten liegt auf dem Tisch: Von links Oliver Held (Grüne), Ulrich Biroth (SDA) und Uwe Scholz (CDU). Foto: Keim

ALTENA - In einer gemeinsamen Initiative wollen CDU, Grüne, FDP und SDA (Soziale und demokratische Arbeitsgemeinschaft) einen Bürgerentscheid über die Zukunft der Altenaer Grundschullandschaft herbeiführen . Die Abstimmung soll mit der Kommunalwahl 2014 stattfinden.

Die an der Initiative beteiligten Parteien haben sich entschieden, der Empfehlung der Bonner Gutachter Krämer-Mandeau und Scharnhorst-Engel vom Büro Biregio zu folgen und deren Aussage zur Grundlage des Bürgerentscheids zu machen.

Die Schulfachleute hatten sich für einen Erhalt der Grundschulen Breitenhagen und Mühlendorf ausgesprochen. Und für die Gemeinschaftsgrundschule Dahle-Evingsen – allerdings nur an einem Standort, und der solle künftig in Dahle liegen. Ausschlaggebend dafür seien unter anderem das Raumangebot und die Lage sowie die Bausubstanz.

Übereinstimmend erklärten Uwe Scholz, Oliver Held und Ulrich Biroth jetzt, sie seien sich der Schwierigkeit und Tragweite der Entscheidung sehr wohl bewusst. Mit dem Bürgerentscheid werde der künftige Kurs aber auf eine sehr breite Basis gestellt. „Das Schlimmste was wir machen könnten, wäre einfach gar nichts zu tun“, sagte Scholz. Held ergänzte: „Wir nehmen hier einen Nachteil in Kauf, aber um dem großen Ganzen zu dienen“.

Um schwierige Entscheidungen dürfe man sich eben nicht einfach herum drücken. „Es handelt sich natürlich nicht um einen Affront gegen einen Ortsteil“, so Scholz. An der sinkenden Zahl von Schülern gehe aber kein Weg vorbei. Für das Schuljahr 2016/17 beispielsweise – dann soll der Entscheid auch in Kraft treten – sind stadtweit nur noch 110 Erstklässler prognostiziert. Im Schuljahr 2007/08 waren es noch 188. Seitdem weisen die Zahlen nach unten.

Scholz, Held und Biroth erklärten, es sei eine zentrale Erkenntnis des Gutachtens, „dass die Schullandschaft nicht so bleiben kann, wie sie ist.“ Es gelte nun einen vernünftigen Weg zu finden, den man „aufrechten Ganges“ beschreiten könnte. Der Bürgerentscheid soll in der Dezember-Sitzung des Stadtrates auf den Weg gebracht werden.

Von Thomas Keim

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