Bürger bringen ihren Müll zu den Sammelstellen

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Die Bürger brachten ihren Restmüll zu den Entsorgungsfahrzeugen wie hier in Evingsen.

ALTENA - Wenn das Müllfahrzeug nicht zum Bürger kommt, muss der Bürger eben zum Müllfahrzeug. Weil die großen und schweren Entsorgungsfahrzeuge von Lobbe wegen der extremen Witterungsverhältnisse Teile des Stadtgebietes schon geraume Zeit nicht mehr anfahren können, hatte Ingrid Itzek, Stadt, im Zusammenspiel mit dem Zweckverband für Abfallbeseitigung (ZfA), gestern eine Sonderabgabemöglichkeit für Müll organisiert.

Dabei herrschte an den sechs ausgewählten Haltepunkten quer durch das Stadtgebiet – etwa dem Schützenplatz Evingsen, am Hallenbad Dahle oder am Feuerwehrgerätehaus Rosmart – eine gelöste Stimmung. „Die Bürger fahren vor, öffnen ihren Kofferraum und bringen ihren Müll teils mit einem Lächeln auf dem Gesicht“, freute sich ein Mitarbeiter des Entsorgers Lobbe. Er sei nicht ein einziges Mal beschimpft worden, erzählte der Mann weiter. „Ich kann ja nichts dafür, dass es so viel Schnee gegeben hat“, meinte er nur.

Bei Ingrid Itzek dagegen klingelte gestern häufig das Telefon im Rathaus. Immer wieder musste sie erklären, warum zum Beispiel im Mühlendorf keine Müllsammelstelle eingerichtet worden ist. „Wir haben natürlich nur bestimmte Kapazitäten. Und mit zwei Fahrzeugen, die im Zeitfenster von 9 Uhr bis 15.30 Uhr eingesetzt werden können, geht nicht mehr.“ Zu bedenken gab die Fachfrau aus dem Planungsamt, dass in der Innenstadt vielleicht einmal der Müllwagen nicht pünktlich gekommen ist. „In den Außenbezirken war das teils schon vier, fünf Mal der Fall. Da ist einfach mehr Bedarf. Zudem darf jeder Bürger zu den Haltepunkten kommen. Es wird nicht nachgefragt, woher man kommt“, sagte sie.

Obwohl die Fachfrau aus dem Amt hofft, dass bald Tauwetter einsetzt, kündigte sie an, diese Sondermüll-Sammlung „durchaus noch einmal anzubieten.“ Dann würde aber mit Lobbe und dem ZfA überlegt, „natürlich auch andere Standorte anzufahren“. - Von Johannes Bonnekoh

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