Bücherei trotz Corona nah dran am Kunden

Am Dientag zoomt die Feuerwehr

Bücherei Altena
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Stefanie Ingenpaß kümmert sich in der Bücherei um das Angebot für Kinder.

„Und es hat Zoom gemacht“, heißt es nicht nur in einem Hit des Musikers Klaus Lage aus den 1980er Jahren – Zoom macht es jetzt auch in der Stadtbücherei, und das ist ganz neu. Die Rede ist von einer Software, die Videokonferenzen via Internet ermöglicht – und total interessante Kindernachmittage. Aber auch für Erwachsene ist etwas im Programm.

Altena - Der Auftakt für die Junioren sei ein voller Erfolg gewesen, berichtet Stefanie Ingenpaß, Mitarbeiterin der Bücherei. Als Gast zugeschaltet war Revierförster Frank Bossong, der die Nachfolge von Franz-Josef Stein übernommen hat. „Es ging darum, was die Tiere im Winter machen“, so Stefanie Ingenpaß. Frank Bossong habe sehr geduldig alle Fragen beantwortet, und das vor allem kindgerecht. Bussarde, Eichhörnchen, aber auch der Wolf kamen in der Förster-Sprechstunde zur Sprache. Die Junioren hätten eine ganze Menge an Informationen mitnehmen können. „Richtig süß“ sei das gewesen – „ich war ganz euphorisiert“.

Förster wusste viel zu berichten

Die Resonanz sei im Übrigen richtig gut gewesen. 24 Mädchen und Jungen nahmen an dem Online-Meeting teil. Es wurden dabei von den kleinen Teilnehmern auch Wünsche geäußert, wen man denn bei einer der nächsten Veranstaltungen treffen möchte. „Die Kinder würden gerne mal mit einem Feuerwehrmann oder einer Feuerwehrfrau, aber auch mit einem Polizisten oder eine Polizistin sprechen“, beschreibt Stefanie Ingenpaß die weiteren Pläne. Einer der Wünsche wird am Dienstag, 16. Februar, um 16 Uhr wahr, wenn Kai Spelsberg von der Feuerwehr bei einer Zoom-Konfernz Rede und Antwort steht. Anmelden muss man sich dafür bis 12 Uhr unter s.ingenpass@altena.de.

Auch Angebote für ältere Leser

Für das Programm Zoom habe man sich entschieden, weil es einfach zu handhaben sei. „So können wir in Kontakt bleiben – interaktiv.“ Kinder und Eltern hätten gezeigt, dass sie „längst Profis“ sind. Das gilt auch für Video-Meetings, die etwas ältere Semester ansprechen. Dabei ging es jetzt um Lieblingsgedichte, die aus fremder oder eigener Feder stammen konnten – nur eines sollten die mitbringen, eine Portion Humor. Ob Goethe, Heinz Erhardt, Robert Gernhardt oder Selbstgedichtetes - Hauptsache, ein Lächeln inklusive. „Denn mit Humor geht bekanntlich alles besser“, findet Stefanie Ingenpaß. Zaungäste, die nur zuhören oder zuschauen wollten, waren im Übrigen willkommen. Es gab auch zwei Überraschungsgäste, die in der heimischen Literaturszene gut bekannt sind: Michael Wagner, gebürtiger Lüdenscheider, und der in Altena geborene Autor Amir Shaheen.

Die Bibliothekarin kann sich vorstellen, das Medium künftig auch für Buchvorstellungen zu nutzen. So können weitere Nutzerkreise erschlossen werden.

Tonieboxen sind neue Favoriten

Bei den jüngeren Besuchern haben sich unterdessen die „Tonieboxen“ als neue Favoriten etabliert. Dabei handelt es sich um digitale Abspielgeräte die mit kleinen Figuren aktiviert werden.

Das Gerät arbeitet ohne direkten Tonträger. Audioinhalte wie Musik oder Hörspiele werden aus dem Internet von Servern des Herstellers geladen und symbolisch über spezielle Spielfiguren, Tonie genannt, aktiviert. Die Box enthält einen Akku, der über eine Bodenplatte geladen werden kann.

Wird also beispielsweise eine spezielle Bibi-Blocksberg-Figur auf das Gerät gestellt, löst dies das Abspielen der zu dieser Figur passenden Geschichte aus.

Während die Bücherei mit Hilfe des Fördervereins derzeit nur eine Handvoll dieser Geräte „zum Ausprobieren“ bereithält, ist man hinsichtlich der Auswahl an Geschichten und Themen bestens aufgestellt. „Da haben wir über 100“, berichtet Stefanie Ingenpaß.

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